Klimablog

CO2 online

Eine Empfehlung für alle, die sich noch tiefer mit dem Thema Klimaschutz befassen möchten: Schauen Sie auf der Website der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft CO2 online vorbei!

Seit 2003 engagiert sich die Organistion für den Klimaschutz. Dabei hat sie die privaten Haushalte und die von ihnen verursachten Heizenergie- und Stromverbrauch im Fokus. Die Themen, für die es auch eine Reihe von Online-Beratungswerkzeugen gibt, reichen von der wärmetechnischen Modernisierung von Gebäuden bis hin zum Stromsparen im Alltag. So können Verbraucher schnell und effizient herausfinden, ob ihr Energieverbrauch die Umwelt unnötig belastet und welche individuellen Schritte sie zum Energiesparen unternehmen können. Weitere Infos hier

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Aus Liebe zur Schöpfung

Michael Heinisch, Geschäftsführer der Sozialdiakonischen Arbeit, hat in der Dezember-Ausgabe von KIEZ:G:SICHT – der Zeitschrift seiner gemeinnützigen Organisation in Berlin – seine Meinung zum Thema Umwelt- und Klimaschutz geschildert. Mit seiner Erlaubnis darf ich diesen Text hier im Klimablog aufnehmen und damit hoffentlich viele Leser inspirieren:

“Sehr schnell wurde es selbstverständlich. In den SozDia-Kitas gibt’s 100% Bio-Essen. Was denn sonst? Und bei jeder Gebäudesanierung etc. wird geschaut: Was ist an diesem Haus das besonders umweltfreundliche Merkmal? Solaranlage? Oder Stromerzeugung aus der Heizung? Oder die Vorgaben zur Energieeffizienz weit übertroffen? ODer die SozDia-Fahrzeuge: Fährt da überhaupt noch eines mit traditionellem Benzin?
Die Frage, weshalb die SozDia wie selbstverständlich Umwelt-Themen – oder wie wir Christen sagen würden das Engagement für die Bewahrung der Schöpfung – zunehmend in alle Arbeitsbereiche integriert, kann einfach beantwortet werden. Weil ohne dieses Engagement die Arbeit der SozDia keinen Sinn hätte. Denn wir beschäftigen uns mit Jugendlichen, Familien und Kindern. Schaffen für dei nachwachsenden Generationen gute Bedingungen – das macht ja nur Sinn, wenn es später, wenn diese groß sind, auch noch eine lebenswerte Welt gibt. In der die Umwelt erhalten ist, die globale Erwärmung begrenzt und die Lebewesen sich gegenseitig und unserer Erde mit Respekt begegnen.
Unsera Aufgabe, Umwelt-Themen in das Handeln der Einrichtungen zu integrieren, ist ein langer Prozess. Einige Impulse kann die SozDia setzen. Er beginnt jeweils an wenigen Punkten, und unseer Erfahrung nach geht er genau so schnell, wie die Menschen in den Einrichtungen vor Ort den Weg mitgehen. Denn was nützt zum Beispiel die modernste Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung in einer Kita, wenn die Menschen dort trotzdem die Heizung auf mx. stellen und die Fenster öffnen? Nichts.
Durch das Handeln vor Ort wird die sozialdiakonische Jugendarbeit konkret. Wenn es gelingt, dass die MitarbeiterInnen, später die Kinder, Jugendlichen und Familien beginnen, sich für respektvollen Umgang mit ihrer Umwelt zu interessieren, ist der Anfang gemacht. Der Prozess wächst dann weiter, erfährt Beschleunigung und stößt die nächsten Prozesse an. NAchhaltiges Denken und Handeln aus Liebe zur Schöpfung. Das klappt immer besser, wie wir in der SozDia seit Jahren erfahren. Ich bin schon gespannt, wann die SozDia endlich das erste Elektro-Auto in Betrieb nimmt…”

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Wir bleiben dran: Leitbild Klimaschutz im Berliner Stiftungsnetzwerk

Leitbild Klimaschutz des SNB

Zwar herrschte hier im Blog ein wenig Stille, dennoch bleiben wir am Thema Klimaschutz für Stiftungen und gemeinnützige Organisationen dran. Ende August trafen sich Vertreter des Stiftungsnetzwerks Berlin (SNB), um über ein gemeinsames Leitbild für Klimaschutz zu diskutieren. Den angepassten Entwurf haben wir jüngst an alle Mitglieder des SNB versandt und um Unterzeichnung gebeten. Erstunterzeichner sind JUERGEN PETZINGER, Vorstand der Fondazione L’Unione Europea Berlin |Incontri Europei, und SABINE HEILIGER von der Bernhard-Heiliger Stiftung. Wir haben das Dokument hier hinterlegt und freuen uns auf viele weitere aktive Mitstreiter! Vielleicht gelingt es uns, das erste klimafreundliche regionale Stiftungsnetzwerk in Deutschland zu werden?!

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In 12 Schritten dem Klimaschutz näher gekommen?

Vor einem Jahr haben wir uns vorgenommen, die Veolia Stiftung klimafreundlicher zu machen. Recht schnell wurde uns klar, dass wir speziell hier keine grundsätzlichen Verbesserungen erreichen würden. Denn bei der Veolia Stiftung wird schon seit längerem verstärkt auf das Thema Klimaschutz geachtet. Umso interessanter war es, die 12 Schritte am Beispiel der Veolia Stiftung zu untersuchen und allgemeingültige Hinweise für andere Stiftungen geben zu können, deren Fokus noch nicht auf dem Thema Klimaschutz liegt.

Was haben wir gelernt? Zum einen, dass die für Privathaushalte oder die Industrie wichtigen Bereiche wie Wärme, Strom und Mobilität auch bei den Stiftungen eine große Rolle spielen. Hinzu kommen neue Bereiche, zum Beispiel die Durchführung von Veranstaltungen. Deren Gestaltung hat großen Einfluss auf die damit verbundenen CO2-Emissionen, wobei indirekt auch hier die Mobilität der Teilnehmer eine große Rolle spielt. Aber auch die Mittel, die Stiftungen für Projektförderung investieren, besitzen große Wirkung für das Klima. Hier war eine wichtige Erkenntnis, dass einerseits Einfluss genommen werden sollte auf geförderte Institutionen und Projektaktivitäten. Dies muss aber behutsam geschehen, alle Akteure wollen mitgenommen und nicht im Eiltempo überholt werden auf dem Weg zu mehr Klimaschutz.

Ein wichtiger Meilenstein ist also erreicht. Wie könnte es weiter gehen? So wie es ausgereifte CO2-Rechner für Privatbürger gibt, sollte auch ein CO2-Rechner für Stiftungen und ähnlich arbeitende Institutionen erarbeitet werden. Dies kann und sollte die Veolia Stiftung nicht alleine leisten. Vielmehr könnte ein solcher „Stiftungsrechner“ im Rahmen eines Forschungsprojekts mit engagierten Partnern entstehen. Wir werden das Thema nicht aus den Augen verlieren und weiter daran arbeiten, den Klimaschutz als wichtige gesellschaftliche Aufgabe voranzutreiben. Da ist es ermutigend, Partner wie die Veolia Stiftung an unserer Seite zu wissen.

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Klimablog-Resümee des BUND Berlin: Weiter so! Nachahmen! Projekte motivieren!

Im Jubiläumsjahr, im zehnten Jahr ihres Bestehens, startete die Veolia Stiftung zusammen mit dem Institut für Energie und Umweltforschung (IFEU) Heidelberg und dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Landesverband Berlin im Februar 2010 unter dem Motto „Zwölf Schritte zu einem geringeren CO2-Fußabdruck“ ein bislang einmaliges wie innovatives Projekt: Die Stiftung nahm ihre eigene Klimafreundlichkeit unter die Lupe und stellt sich die Frage, wie die von ihre geförderten Projekte klimafreundlicher werden können. Aber nicht etwa im stillen Kämmerlein: vielmehr wurden öffentlich und für jedermann zugänglich auf diesem Blog alle gewonnen Erkenntnisse, Schlüsse und Handlungsschritte dokumentiert.

Das Projekt und die Art der Kommunikation desselben sind vorbildlich. Mit dem Projekt wurde das gelebt, was für ein Vorankommen im Klimaschutz essentiell ist, nämlich bei sich selber anzufangen. Zum anderen sollten Anreize für andere zum Handeln gegeben werden. Und: es wird nicht über das geredet, was gut ist. Sondern über das, was man tut!

Monat für Monat haben wir uns Themenbereiche des Alltags wie z.B. Ernährung, Konsum, Mobilität oder Energieverbrauch vorgenommen und aufgezeigt, welch großen Einfluss unser individuelles Verhalten auf die Klimawirkung unserer Handlungen bzw. unserer Lebensweise hat. Wir haben festgestellt, dass unsere Lebensweise und unser Lebensstil noch lange nicht perfekt sind. Zu groß sind noch die negativen Auswirkungen unseres Handelns auf Natur und Umwelt. Viele Lösungen zur Schonung unserer Ressourcen warten noch auf ihre Entwicklung, Alternativen zu herkömmlichem und gewohntem auf ihre Erfindung, traditionelle Denkweisen auf Ersatz durch fortschrittliches Denken.

Für jeden Themenbereich wurden zwar grundsätzliche Handlungsregeln formuliert, wir haben aber auch gesehen, dass es nicht die eine, immer richtige Lösung gibt. Vielmehr entscheidet die individuelle Situation über eine Lösung. Das die „beste“ Lösung oft nicht die perfekte für Natur und Umwelt ist, ist auch ein Problem mangelnder Wahlmöglichkeiten. Faktoren wie Informationsdefizit oder Informationsüberfluss, wirtschaftliche Grenzen, rechtliche und umweltpsychologische Hemmnisse und vieles andere mehr beeinflussen die Entscheidungen. Noch scheint der Ausweg aus unserem Handeln und den Auswirkungen auf Natur und Umwelt oft zwischen „dem kleineren Übel“, „Pest“ oder „Cholera“ oder der „Verringerung“ der negativen Auswirkungen zu bestehen.

Doch jede Veränderung ist ein Anfang. Letztlich kann schon ein Dominosteine, der umfällt, die ganze Kette an Dominosteinen zum umfallen bewegen. Aber was uns heute bewegt, kann schon morgen nicht mehr gelten.

Die Veolia Stiftung geht in einigen Punkten als gutes Vorbild voran und hat konkrete Schritte unternommen, wie z.B. den Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter oder das Aufstellen einer Gelben Tonne. Was einfach oder selbstverständlich klingt, war durch bestimmte Rahmenbedingungen bislang nicht gewährleistet. Es bedurfte erst der Nachfrage und des Engagements eines Einzelnen, um beides zu realisieren. Aber die Botschaft lautet: Veränderung war und ist möglich! Und nicht nur, wenn man sich an die eigene Nase packt.

So kann die Stiftung noch eine weitaus größere Lanze für den Klimaschutz brechen, wenn sie entsprechenden Einfluss auf die von ihr geförderten Projekte ausübt. Gefördert werden sollen die, die sich bereit erklären, zum Klimaschutz beizutragen. Dabei geht es nicht allein darum, die sowieso schon gut dar stehenden noch besser zu machen. Vielmehr soll jeder dort abgeholt werden, wo er steht. Nur die Bereitschaft und der Wille zur Veränderung müssen gegeben sein. Daher wurde auf der Basis der aufgestellten Handlungsgrundsätze und Maßnahmenempfehlungen ein Leitfaden zur klimafreundlichen Planung und Durchführung von Projekten erarbeitet, welcher den Antragstellern als Hilfestellung dient, Verbesserungen zu identifizieren und anzugehen. Zum anderen werden – einzigartig in der Stiftungswelt – anhand von klimarelevanten Kriterien Fragen erstellt, die in das Antragsformular der Veolia Stiftung aufgenommen werden und so bereits bei der Antragstellung die Klimafreundlichkeit der potenziellen Förderprojekte überprüfbar machen.

Außerdem besteht die Möglichkeit der Anreizwirkung einer solchen Praxis auf andere Stiftungen, auf Antragsteller, Privatpersonen, Unternehmen oder gar auf die Politik. Stiftungen bietet der Blog bspw. Anregungen, die eigene Stiftungsarbeit zu hinterfragen. Bei Antragstellern, Privatpersonen und Unternehmen kann ein Bewusstsein für die Komplexität des Klimawandels und die Notwendigkeit, selbst aktiv zu werden, geschaffen werden. Vom Bestehen eines solchen Klimablogs und von der Zahl der Leser kann eine Signalwirkung auf politische Entscheidungsträger ausgehen, insofern, dass diese das wachsende Interesse und Bewusstsein der Wähler für die Wichtigkeit des Klimaschutzes zur Kenntnis nehmen und stärker in ihre Entscheidungen mit einbeziehen.

Allerdings liegt bei all diesen Möglichkeiten die Betonung auf „kann“. Denn der Erfolg eines Blogs ist ganz entscheidend von der Anzahl der Leser, also von Ihnen, liebe Leser, abhängig. Je mehr Leute diesen Blog lesen, desto größer der Erfolg unseres Blogs. Ihre Kommentare zu unserem Blog waren zwar sehr erfreulich, zahlenmäßig gesehen jedoch eher bescheiden. Helfen Sie mit, das zu ändern! Kommunizieren Sie diesen Blog an Ihre Familie, Freunde, Bekannte und Kollegen, kommentieren Sie ihn, entwickeln Sie die gemachten Vorschläge weiter und helfen Sie mit, ein Bewusstsein zu schaffen, für eine gute und gleichsam wichtige Sache für Mensch, Natur und Umwelt: den Klimaschutz!

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Leitfaden für Klimaschutz in Stiftungen

Im Jahr 2010 haben wir in diesem Klimablog alle klimaschutzrelevanten Aktivitäten der Veolia Stiftung unter die Lupe genommen. Viele Fakten und Informationen wurden zusammengetragen, die auch für andere Stiftungen eine Hilfe auf dem Weg zu mehr Klimaschutz im Alltag sein können. Deshalb haben wir sie in einem Leitfaden zusammengetragen, der hier heruntergeladen werden kann. Leitfaden_CO2_Stiftungen_IFEU_2011

Im nächsten Beitrag ziehen wir noch einmal ein Fazit zu den vorangegangenen Bereichen und fassen zusammen, wo die Veolia Stiftung aktiv geworden ist und wie andere Stiftungen diesem Beispiel folgen können.

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Klimaschutzrelevante Fragen im Antrag auf Fördermittel

Bevor die Veolia Stiftung dieses Blog startete, hatten wir beobachtet, dass das Thema Klimaschutz in gemeinnützigen Organsiationen noch längst nicht selbstverständlich in die täglichen Prozesse integriert ist. Da wir selbst ein Akteur des gemeinnützigen Sektors sind, haben wir uns mit der eigenen Klimabilanz und den Stellschrauben zu deren Verbesserung mehrere Monate lang intensiv auseinandergesetzt. In Kürze veröffentlichen wir die Zusammenfassung der Ergebnisse in diesem Blog.

Zugleich aber möchten wir einen Schritt weiter gehen. Wir möchten gemeinnützige Organisationen zu mehr Klimaschutz anregen. Den stärksten Impuls können wir gegenüber unseren Förderprojekten geben. Wir stellen uns vor, den Antrag auf Fördermittel bei der Veolia Stiftung zunächst um ein paar zusätzliche klimaschutzrelevante Fragen zu ergänzen. Hier ist dazu ein Vorschlag, den wir gern mit gemeinnützigen Organisationen – also potenziellen Antragstellern bei der Veolia Stiftung – diskutieren möchten. Halten Sie diese Zusatzfragen für ZUMUTBAR? Oder sind sie möglicherweise NICHT WEITREICHEND GENUG? Wir sind gespannt auf Ihre Rückmeldungen!

Die Veolia Stiftung möchte ihre Projektpartner zum möglichst klimafreundlichen Einsatz ihrer Fördermittel anregen, um CO2-Emissionen zu vermeiden.

- Bitte beschreiben Sie, welche Maßnahmen Sie treffen, um die Fördermittel für das beantragte Projekt möglichst klimafreundlich einzusetzen!

- Welche Kriterien für die Beschaffung berücksichtigen Sie (z.B. Papier mit dem Qualitätszeichen „Blauer Engel“)?

Die Veolia Stiftung beabsichtigt, bei der Auswahl ihrer Projektpartner verstärkt Klimaschutzaspekte zu berücksichtigen.

- Bitte beschreiben Sie, wie Sie Klimaschutzaspekte in Ihrer Organisation bereits berücksichtigen (zum Beispiel in den Bereichen Wärme/Heizung, Stromverbrauch, Mobilität, Beschaffung, Ernährung oder Veranstaltungen).

- In welchem Bereich sehen Sie Potenziale, künftig Klimaschutz stärker zu berücksichtigen? Wo streben Sie konkret Verbesserungen an?

Als Hilfe kann Ihnen der Leitfaden für klimafreundliches Handeln in Stiftungen dienen, in dem für jeden Bereich Handlungsgrundsätze und Maßnahmenvorschläge zur CO2-Einsparung unterbreitet werden.

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Kompensation noch einmal grundsätzlich

Den Informationen von Ulf Sieberg ist nichts hinzuzufügen. Wenn kompensiert werden soll, dann sind dort die richtigen Schritte beschrieben. Aber man kann ja noch einmal einen Schritt zurückgehen und grundsätzlich darüber nachdenken, ob Kompensation überhaupt sinnvoll und zielführend ist.

Schon im ersten Beitrag dieses Klimablogs zur Klimaneutralität wurde gezeigt, dass Kompensation nur in einem kleinen Maßstab funktionieren kann. Würden mehr Bürger auf die Idee kommen, ihre CO2-Emissionen durch Flüge, Heizung oder allgemeinen Konsum kom-pensieren zu wollen, würden sehr schnell die geeigneten Projekte nach dem Gold-Standard ausgehen. Es ist eben nicht möglich, größere CO2-Mengen durch Solarkocher oder Einsparung in ohnehin gering emittierenden Ländern einzusparen. Mitunter werden neue Projekte wie Kraftwerke oder Industrieanlagen mit besonders großem CO2-Ausstoß geplant, um dann im Nachhinein mit Kompensationsgeldern große „Einsparungen“ vorzunehmen. Hier tut sich ein Geschäftsfeld auf, das zu größeren Verwerfungen führen kann, wenn es aus dem Promillebereich herauskommt und wächst.

Trotzdem ist die freiwillige Kompensation wünschenswert, wenn sie im Sinne einer Spende für wenig entwickelte Regionen der Erde durchgeführt wird. Trotz der bleibenden Verantwortung für die eigenen CO2-Emissionen und der Verpflichtung, diese möglichst zu minimieren, ist die Unterstützung von emissionsmindernden Projekten in anderen Regionen der Welt also sinnvoll, wenn dadurch hierzulande keine Maßnahmen unterbleiben.

Ganz aktuell sind zwei Studien zur freiwilligen Kompensation in der Reihe „Climate Change“ erschienen und stehen auf den Internetseiten des UBA unter www.uba.de/uba-info-medien/3965.html (Adelphi) und www.uba.de/uba-info-medien/3966.html (Unique forestry consultants) zum Download bereit. Auf der Homepage der DEHSt www.dehst.de finden Sie unter dem Menüpunkt „Publikationen“ außerdem den von der DEHSt entwickelten Leitfaden zur Auswahl von freiwilligen Klimaschutzkompensationsprojekten sowie ein Fact Sheet zum Thema.

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Was bedeutet Gold-Standard?

Der Gold Standard wurde 2003 unter Beteiligung verschiedener Umweltorganisationen (u. a. WWF) entwickelt und existiert seit 2006 auch im Rahmen der freiwilligen Kompensation. Ziel dieses Standards ist es, nicht nur sicherzustellen, dass Kompensationsprojekte tatsächlich zu einer Reduktion von Treibhausgasen führen, sondern die Projekte sollen auch zu einer nachhaltigen Entwicklung der jeweiligen Länder führen. Der Gold Standard hat also die gleichen Ziele wie der CDM, ist jedoch deutlich besser dazu geeignet, diese Ziele zu erreichen.

Im Wesentlichen sorgen vier Kriterien bzw. Aspekte für die Qualität der mit dem Standard ausgezeichneten Projekte:

- Zusätzlichkeit: Im Unterschied zum CDM sind Gold Standard-Projekte tatsächlich zusätzlich, da die Zusätzlichkeitstests und die Prüfungsabläufe strikter durchgeführt werden.

- Erneuerbare Energien und Energieeffizienz: Der Gold Standard validiert nur Projekte im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

- Nachhaltige Entwicklung: Durch die drei Kategorien „Umwelt“, „soziale Entwicklung“ sowie „wirtschaftliche und technologische Entwicklung“ wird die Nachhaltigkeit des Projekts bewertet bzw. sichergestellt.

- Konsultationsverfahren: Die lokale Bevölkerung wird bei der Projektentwicklung informiert und mit einbezogen.

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Wie wähle ich den geeigneten Anbieter von Kompensationen aus?

Die Auflistung einiger Kompensationsanbieter im zurückliegenden Blogeintrag sollte nicht als Empfehlung verstanden werden. Vielmehr sollten eigene Überlegungen angestellt werden, welcher Anbieter und welche Kompensationsmaßnahme persönlich am besten erscheint.

Ein kurzer Check, ob folgende Punkte auf den Anbieter zutreffen, kann hierbei behilflich sein:

- Rangfolge Vermeidung – Reduzierung – Kompensation?
Anbieter weist auf Vorrang von Vermeidung und Reduzierung vor Kompensation hin und gibt bspw. Tipps zum Energiesparen oder weist auf alternative Mobilitätsoptionen hin.

- Realitätsnahe Emissionsberechnung?
Grundlagen der Berechnung sind transparent und nachvollziehbar, und der Kompensationsanbieter arbeitet nicht nur mit Durchschnittswerten, sondern fragt ein Mindestmaß tatsächlicher Daten des konkreten Einzelfalles ab.

- Anspruchsvolle und nachvollziehbare Kompensation?
Die Kompensation erfolgt entweder durch europäische Emissionsberechtigungen oder durch Zertifikate aus Klimaschutzprojekten, die die Kriterien der Zusätzlichkeit erfüllen, von unabhängigen Dritten überprüft wurden, ein realistisches Referenzszenario gewählt haben und einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten. Unter „Referenzszenario“ versteht man hier die Emissionssituation, die sich ohne das Kompensations-Projekt ergeben würde.

- Transparenz des Kompensationsangebotes?
Der Anbieter legt detaillierte Informationen zu den einzelnen Kompensationsprojekten dar. Neben Standort und Maßnahmen gehören dazu auch Informationen über Menge und Zeitraum der erzielten Emissionsreduktionen und eine Erläuterung der Zusätzlichkeit des Projekts.

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