Michael Heinisch, Geschäftsführer der Sozialdiakonischen Arbeit, hat in der Dezember-Ausgabe von KIEZ:G:SICHT – der Zeitschrift seiner gemeinnützigen Organisation in Berlin – seine Meinung zum Thema Umwelt- und Klimaschutz geschildert. Mit seiner Erlaubnis darf ich diesen Text hier im Klimablog aufnehmen und damit hoffentlich viele Leser inspirieren:
“Sehr schnell wurde es selbstverständlich. In den SozDia-Kitas gibt’s 100% Bio-Essen. Was denn sonst? Und bei jeder Gebäudesanierung etc. wird geschaut: Was ist an diesem Haus das besonders umweltfreundliche Merkmal? Solaranlage? Oder Stromerzeugung aus der Heizung? Oder die Vorgaben zur Energieeffizienz weit übertroffen? ODer die SozDia-Fahrzeuge: Fährt da überhaupt noch eines mit traditionellem Benzin?
Die Frage, weshalb die SozDia wie selbstverständlich Umwelt-Themen – oder wie wir Christen sagen würden das Engagement für die Bewahrung der Schöpfung – zunehmend in alle Arbeitsbereiche integriert, kann einfach beantwortet werden. Weil ohne dieses Engagement die Arbeit der SozDia keinen Sinn hätte. Denn wir beschäftigen uns mit Jugendlichen, Familien und Kindern. Schaffen für dei nachwachsenden Generationen gute Bedingungen – das macht ja nur Sinn, wenn es später, wenn diese groß sind, auch noch eine lebenswerte Welt gibt. In der die Umwelt erhalten ist, die globale Erwärmung begrenzt und die Lebewesen sich gegenseitig und unserer Erde mit Respekt begegnen.
Unsera Aufgabe, Umwelt-Themen in das Handeln der Einrichtungen zu integrieren, ist ein langer Prozess. Einige Impulse kann die SozDia setzen. Er beginnt jeweils an wenigen Punkten, und unseer Erfahrung nach geht er genau so schnell, wie die Menschen in den Einrichtungen vor Ort den Weg mitgehen. Denn was nützt zum Beispiel die modernste Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung in einer Kita, wenn die Menschen dort trotzdem die Heizung auf mx. stellen und die Fenster öffnen? Nichts.
Durch das Handeln vor Ort wird die sozialdiakonische Jugendarbeit konkret. Wenn es gelingt, dass die MitarbeiterInnen, später die Kinder, Jugendlichen und Familien beginnen, sich für respektvollen Umgang mit ihrer Umwelt zu interessieren, ist der Anfang gemacht. Der Prozess wächst dann weiter, erfährt Beschleunigung und stößt die nächsten Prozesse an. NAchhaltiges Denken und Handeln aus Liebe zur Schöpfung. Das klappt immer besser, wie wir in der SozDia seit Jahren erfahren. Ich bin schon gespannt, wann die SozDia endlich das erste Elektro-Auto in Betrieb nimmt…”