Klimablog

Ressourcenmanagement

Eine gelbe Tonne für die Veolia Stiftung

In der Veolia Stiftung wird der Müll bestmöglich getrennt. Leider gibt es aber in dem Gebäude, in dem sie ihren Sitz hat, keine separate Sammlung von Verpackungen, wie sie fast überall üblich ist.

Eine Recherche bei den zuständigen Abfallbetrieben ergab: Tatsächlich steht nicht überall in Berlin eine gelbe Tonne. Es könnte aber überall eine stehen. Sie muss nur beantragt werden, was noch nicht überall geschehen ist. Zuständig für die Sammlung von Leichtverpackungen ist die ALBA Logistik, Informationen findet man auch unter Trenntstadt Berlin im Internet.

Es wäre also durchaus möglich, den Vermieter auf die Beantragung einer gelben Tonne anzusprechen. Ein gutes Argument dafür sind häufig die Kosten. Der Verpackungsmüll wird ja kostenfrei entsorgt, da das Entgelt bereits im Kaufpreis enthalten ist. Diese Verpackungen über den kostenpflichtigen Restmüll zu entsorgen, bedeutet, dass doppelt bezahlt wird.

In vielen Schulen konnte zum Beispiel die Restmüllmenge deutlich reduziert werden, nachdem eine Getrenntsammlung ermöglicht wurde. Und damit sind ganze Restmülltonnen entfallen, also auch geringere Müllgebühren entstanden, und es wurde Geld für sinnvolle Dinge frei. Das Umweltargument gilt natürlich weiterhin. Damit könnte die Veolia Stiftung auch in Sachen Abfallentsorgung alles richtig machen.

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Abfall verwerten oder vermeiden?

Zunächst einmal: Das Thema Abfall ist wichtig und berührt jeden Einzelnen, da jeder täglich Abfälle in der Hand hat und entscheidet, was damit passiert. Wer kennt nicht die langen Diskussionen, ob ein bestimmter Gegenstand nun in die Biotonne, in den gelben Sack oder die Wertstofftonne gehört. Oder der Streit darüber, ob sich Trennen von Abfall überhaupt lohnt, weil angeblich doch alles wieder zusammengeworfen wird.

Verglichen mit anderen Umweltthemen bildet der Abfall aber nur einen Ausschnitt, und erfährt eigentlich eine Aufmerksamkeit, die man verstärkt auf die Einsparung von Energie, einer nachhaltigen Mobilität oder dem Verzicht auf überflüssige Konsumgüter umlenken sollte.

Ist man sich dieses Sachverhaltes bewusst, gibt es natürlich schon Antworten auf die oben gestellten Fragen. Abfall zu trennen und stofflich wiederzuverwerten ist ökologisch günstiger als zum Beispiel alles zusammen zu verbrennen. Im Rahmen seiner Möglichkeiten sollte also bereits dort, wo der Abfall anfällt, möglichst gut getrennt werden. In der Regel wird nicht wieder alles zusammengeworfen, auch wenn das immer wieder behauptet wird.

Dies ist zwar kein Trost für die Veolia Stiftung, da es im Hause keine getrennte Sammlung außer Papier und Glas gibt. Hier gilt es aber noch einmal nachzuforschen, wie die abgeholten Abfälle im Nachgang getrennt werden. Moderne Sortierverfahren trennen auch vermeintlichen Restmüll in viele verwertbare Fraktionen. Dies wollen wir für die Veolia Stiftung noch herausfinden. Im günstigsten Falle wäre eine weitere Trennung des Abfalls vor Ort gar nicht nötig, weil dieser nachträglich sortiert wird. In Kürze werden wir die Ergebnisse dieser Recherche hier bekannt geben.

Die wichtigste Botschaft wurde aber bereits in den vorausgegangenen Beiträgen gegeben. Abfall sollte möglich gar nicht erst entstehen! Dies gerät bei der Frage, wie und was sinnvoll getrennt und wiederverwendet werden soll, immer noch zu sehr aus dem Blick. Die Veolia Stiftung zeigt eigentlich schon sehr schön, wie Prioritäten gesetzt werden sollten. Natürlich kann man unendlich viel Zeit damit verbringen, die ökologisch beste Mineralwasserflasche zu identifizieren. Einfach Leitungswasser zu trinken, ob pur oder gesprudelt, ist die deutlich bessere Möglichkeit, Ressourcen zu schonen, Energie zu sparen und Müll zu vermeiden.

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Klimabilanz der Geburtstagsveranstaltung

Die Veolia Stiftung hat ihre Feier zum 10. Stiftungsgeburtstag bewusst klimafreundlich gestaltet. Trotzdem verursachte die Veranstaltung rund 4900 Kilogramm Kohlendioxid. Hauptverursacher waren die Anreise sowie die Verpflegung der Gäste. Wir veröffentlichen an dieser Stelle den ausführlichen Veranstaltungsreport von Atmosfair: Veolia-Berechnung-14

Die Veolia Stiftung kompensiert die entstandenen Emissionen mit einem Betrag von 160 €. Damit unterstützt atmosfair Klimaschutzprojekte. Diese werden nach den im Kiotoprotokoll verankerten Regeln des Clean Development Mechanism (CDM) und zusätzlich dem „Gold-Standard“ der internationalen Umweltorganisationen
durchgeführt und von dafür zugelassenen Organisationen kontrolliert. Auf der Website von atmosfair sind die aktuellen Klimaschutzprojekte veröffentlicht.

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Maßnahmen für ein nachhaltiges Ressourcen- und Abfallmanagement

Jeder Bürger, jedes Unternehmen und jedes Projekt kann durch sein Konsumverhalten dazu beitragen, dass weniger Umwelt verschmutzt und weniger Ressourcen verbraucht werden. Denn was nachgefragt wird, wird auch angeboten und weiterentwickelt. Der BUND hat dazu eine Reihe von Alltags relevanten Tipps zusammengetragen.

Besondere Verantwortung kommt aber der Wirtschaft und ihren Unternehmen zu. Nachhaltiger zu wirtschaften heißt noch nicht, auch wirklich nachhaltig zu sein! Was es aber heißt, Verantwortung zu übernehmen, haben wir in den Handlungsgrundsätzen näher definiert und unsere Forderungen an eine transparentere und an eine nachhaltige Wirtschaft formuliert . Reden Sie nicht darüber was Sie Gutes tun. Reden Sie über das, WAS Sie tun!

Im Weiteren finden Sie nun konkrete Maßnahmenempfehlungen für ein nachhaltiges Ressourcen- und Abfallmanagement:

1. Abfall gar nicht erst entstehen lassen und von Gegenständen, die später zu Abfall werden, absehen
a. Grundsätzliche Informationen finden sich hier.

2. Auf notwendige Nutzungsgegenstände beschränken und gemeinschaftlich nutzen
Allgemeine Ressourcen effiziente Dienstleistungen finden sich auf dieser Website sowie hier.

3. Auf Gebrauchsgegenstände mit geringem Material- und Ressourceneinsatz zurückgreifen
Noch steckt die Bilanzierung und Transparentmachung des Ressourceneinsatzes für Produkte in den Kinderschuhen. Jedes Produkt stellt zudem äußerst unterschiedliche Anforderungen. Herkunft, Material, An- bzw. Abbaubedingungen und Produktionsstandards, Energieverbrauch und Herkunft der Energie, Transportwe-ge und vieles mehr spielen eine Rolle bei der Bewertung. Informationen finden Sie an diesen Stellen: BUND-Ressourcenbericht ohne Maß und Ziel, Netzwerk Ressourceneffizienz sowie Umweltdaten.

Die im Rahmen dieses Projektes entwickelten Handlungsgrundsätze und Maßnahmenempfehlungen geben Anhaltspunkte für diverse Themenbereiche, wie der Material- und Ressourceneinsatz bewertet werden kann. So beispielsweise für Ernährungsprodukte und für das Themenfeld Beschaffung.

4. Umweltgerechte und erneuerbare Produkte verwenden
Einzelne Produktgruppen finden Sie unter auf der Website Ecodesign-Beispiele und Ecotopten.

5. Qualität (halt- und reparierbar) vor Quantität
Die Broschüre „Reparieren bringt´s“ bietet wichtige Hinweise, wie Neukauf reduziert und kostengünstig repariert werden kann. Weiterführende Infos hier.

6. Gegenstände wieder verwenden und nachnutzen
Viele Dinge sind zum Wegwerfen zu schade. Gerade in Büros werden Geräte und Möbel oft nach wenigen Gebrauchsjahren ausgewechselt und durch neue ersetzt. Spenden Sie die „alten“ Geräte, Möbel u. a. Dinge sozialen und karitativen Einrichtungen! Das spart Abfall ein, schont die Ressourcen, stellt einen Gewinn für die Begünstigten dar und kann darüber hinaus noch einen positiven Imageeffekt für Ihr Unternehmen/ Ihre Organisation haben.

7. Sinnvoll trennen, richtig entsorgen
Alle „Abfälle“ sollten auf ihre Verwertbarkeit hin geprüft und eine gewissenhafte Trennung derselben vorgenommen werden, um möglichst viele Wertstoffe in den Stoffkreislauf zurückführen zu können. Grundsätzliche Informationen finden sich hier.
- Beleuchtungsmittel
- Elektronische Geräte
- Batterien und andere umweltgefährdende Stoffe
- Büromöbel/- innenausstattung/ Sperrmüll
- Altpapier
- Verpackungen
- Glas
- Pflanzen und Blumen sowie Essensreste

Der Ratgeber Abfall der BSR liefert nicht nur viele Infos zu den einzelnen Abfallfraktionen sondern enthält auch ein „Abfall ABC“ mit über 500 Abfallarten und Hinweisen, wie diese zu entsorgen sind.

Detaillierte Vorschläge finden Sie in den ausführlichen Maßnahmeempfehlungen des BUND hier: Ressourcenmanagement_Maßnahmen_BUND

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Handlungsgrundsätze für ein nachhaltiges Ressourcen- und Abfallmanagement

Ressourcenschutz und Ressourceneffizienz werden in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen. Und das nicht allein durch die wachsende Nachfrage nach Rohstoffen, der Frage der Versorgungssicherheit und der zu erwartenden Preissteigerungen, sondern schlicht aus der Bedrohung der Lebensgrundlage heraus, Alternativen zu einer klimaschädlichen und mit der Umwelt unvereinbaren Ressourcenausbeutung mit all ihren negativen Auswirkungen entwickeln zu müssen.

Bei wachsender Bevölkerungszahl von derzeit rund 6 Milliarden Menschen bis hin zu 9 Mrd. in 2050 kann der Lebensstil der westlichen Welt nicht Maßstab für die sich entwickelnden Länder sein. Gleichzeitig kann es ein weiter so der Industrieländer nicht mehr geben. Wir bräuchten mehrere Planeten, um jedem Menschen das gleiche Recht auf Anteilnahme zuzugestehen. Damit wird aber klar, dass ein Angleichungsprozess stattfinden muss, der für die Menschen in der westlichen Welt als schmerzhaft empfunden werden könnte. Vorausgesetzt, wir schaffen nicht die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Treibhausgasemissionen, von Treibhausgasemissionen und Konsum sowie von Ressourcenverbrauch und Konsum.

Statt neuer Erschließung und Ausbeutung von Ressourcen werden wir uns über die Verteilung neue Gedanken machen müssen. Bereits heute entspricht das bekannte Kupfervorkommen in der Erdkruste dem Anteil von Kupfer in Bauwerken und Gütern. Diese Potentiale gilt es effektiver und auf die notwendigen Bedürfnisse ausgerichtet zu nutzen. Das so genannte „urban mining“ wird damit zur neuen Rohstoffquelle.

Diese Form der Nutzung bereits erschlossener Rohstoffe ist zwar eine Form von Recycling, hat aber mit dem herkömmlichen Recycling von heute nur wenig zu tun. Denn es geht um die Betrachtung des gesamten Lebenszyklus des Energie- und Ressourcenverbrauchs einschließlich seiner Nachnutzungsmöglichkeiten. Nicht-erneuerbare Rohstoffe müssen technisch weiter im Verwendungskreislauf verbleiben, erneuerbare Rohstoffe müssen in den biologischen Kreislauf zurückgeführt werden. Doch noch immer fallen in Deutschland jährlich 351,1 Mio. Tonnen Abfall an. Allein 2007 waren es 454 kg Abfall pro Einwohner!

Der oben beschriebene Transformationsprozess muss sich also an die folgenden Handlungsgrundsätze halten, die sich gegenseitig bedingen:

1. Erst denken – dann handeln. Denn der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht!
2. Der „Verzicht“ auf Gegenstände, die später zu Abfall werden (z.B. alle Einwegverpackungen)
3. Die Beschränkung auf notwendige Nutzungsgegenstände und die gemeinschaftliche Nutzung.
4. Das Zurückgreifen auf Gebrauchsgegenstände mit geringem Material- und Ressour-ceneinsatz.
5. Die Verwendung umweltgerechter und erneuerbarer Produkte.
6. Die Bevorzugung von Qualität (halt- und reparierbar) vor Quantität!
7. Die Wiederverwendung und Nachnutzung von Gegenständen (z.B. Mehrweg, Verkaufen, Verleihen, Verschenken)
8. Die Reparatur von Gegenständen.

Nachhaltiger zu wirtschaften heißt noch nicht, auch wirklich nachhaltig zu sein! Was es aber heißt, Verantwortung zu übernehmen, haben wir hier formuliert .

Reden Sie nicht darüber was Sie Gutes tun. Reden Sie über das, WAS Sie tun!

Im Maßnahmenteil machen wir konkrete Vorschläge, wie diese Handlungsgrundsätze im Alltag umzusetzen sind.

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Aus Abfall werden Ressourcen

Der Trend ist offensichtlich: Was bisher als Abfall galt, wird künftig als Ressource dienen. Ressourcenschutz beginnt aber schon früher – bei der Auswahl von Produkten sollte die Wiederverwertbarkeit eine wichtige Rolles spielen.

Brechen wir die große Weltpolitik auf die Realität einer kleinen Stiftung herunter: In unseren Büroräumen wird selbstverständlich Abfall getrennt gesammelt. Da gibt es je einen Behälter für Papier, Grünen Punkt und Restmüll. Allerdings gibt es ein Problem: Der Vermieter sammelt im Keller lediglich Glas und Papier getrennt. Restmüll und grüner Punkt landen letztlich in einer großen Müllpresse… Hier müssen wir als Mieter unsere “Verbrauchermacht” noch klarer zur Geltung bringen.

Bei der Beschaffung alltäglicher Kleinigkeiten gilt: Weniger ist mehr, recycelt oder recycelbar ist besser als Einweg-Produkt.

Welches sind die wichtigsten ressourcenrelevanten Produkte im Büroalltag, bei denen besonders auf deren nachhaltige Beschaffung und Verwertung geachtet werden sollte? Büromaterial? Lebensmittel?

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