Klimablog

Strom

Geschafft!

Es ist geschafft: Zum 1. September 2010 wechselt das Büro von Veolia Wasser und damit auch die Veolia Stiftung zu einem neuen Stromanbieter. Wir beziehen künftig BS|Naturstrom Gold.

BS|Naturstrom Gold ist ausschließlich aus regenerativen Energiequellen gespeist. Mit jeder verbrauchten Kilowattstunde wird über die Naturstrom AG der Neubau von klimaschonenden Anlagen mit 1,0 Cent unterstützt. Damit entspricht BS|Naturstrom Gold den Vorgaben des Grüner Strom Label e.V. in der Kategorie “Gold”.

BS|Naturstrom Gold gehört außerdem zu den vom Öko-Institut empfohlenen bundesweiten EcoTopTen-Grünstromangeboten.

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Ganz konkret – Strom sparen!

Bei den meisten Bürogeräten lohnt sich ein sofortiger Austausch nur wegen eines geringeren Stromverbrauchs nicht, schließlich muss auch die Energie für die Herstellung eines Geräte berücksichtigt werden.
Im Falle der Veolia Stiftung sollte allerdings als erstes die Beleuchtung untersucht und ersetzt werden. Die Halogen-Schreibtischlampe sollte durch eine mit Kompaktleuchtstofflampe oder LED ersetzt werden. Das reduziert die Leistung von 25 bis 50 Watt auf 5 bis 15 Watt.
In den Deckenleuchten sollten die alten Leuchtstoffröhren durch moderne T5-Leuchtstofflampen ersetzt werden. Dazu wird in ein Adapter benötigt, deshalb sind hier Fachleute nötig. Eine Stromeinsparung von 20 bis 40 Prozent ist hier möglich. Ist sowieso eine Erneuerung geplant, sollte gleich die ganze Leuchte ausgetauscht werden. In Verbindung mit Lichtsteuerung und Bewegungsmelder sind Stromeinsparungen bis zu 80 Prozent möglich.
Weitere Entscheidungshilfen im Strombereich finden sich unter www.ecotopten.de und www.office-topten.de

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Maßnahmen Stromnutzung

Betrachten wir nur das Büro selbst, so sind die verwendeten technischen Geräte (Beleuchtung, Bürogeräte, Küchengeräte usw.) entscheidend für den Stromverbrauch. Unsere Empfehlung zum Handeln konzentriert sich insbesondere auf die drei Bereiche

• Optimierung der Nutzungsorganisation,

• Optimierung der Technik und

• Optimierung des Nutzerverhaltens.

Von besonderer Relevanz sind

• ein Energiemanagement,

• die Beleuchtung und

• Bürogeräte und Green IT sowie

• Küchengeräte.

Die wichtigsten Möglichkeiten zur Energieeinsparungen im Bürogerätepool sind:

• Machen Sie eine Energiesparberatung

• Richten Sie ein Energiesparkonto ein

• Nutzen Sie gemeinschaftlich bestimmte Geräte wie Drucker, Faxgeräte, Anrufbeantworter, Thin Clients und Küchengeräte

• Passen Sie bestimmte (Rechner-)Leistungen und Geräte dem tatsächlichen Bedarf an

• Binden Sie den Gerätepool in das Gesamtsystem Gebäude (Abwärme- und Kaltluftnutzung) ein

• Nutzen Sie das Power- und Energiesparmanagement von PC, Monitor und Drucker

• Nutzen Sie Software-Tools zur optimalen Nutzung des Betriebssystems (Standby bzw. automatischer Ruhemodus nach 15 Min., „Sleep-Modus“)

• Verzichten Sie auf den PC-Bildschirmschoner

• Sparen Sie beim Dokumentendruck, drucken Sie auf Altpapier, beid- und doppelseitig

• Richten Sie einen PC-Fax-Empfang ein

• Entfernen sie Ladegeräte nach der Nutzung vom Stromnetz

• Entnehmen Sie bei PC-Nutzung am Netz den Akku

• Nehmen Sie Modem oder Router nach der Nutzung vom Netz

• Trennen Sie nach Nutzung die Geräte vollständige vom Netz (z.B. durch Steckerleisten)

Allgemeine und weiterführende Informationen zum Strom sparen finden Sie auch hier.
Eine Langfassung der Maßnahmen Stromnutzung finden Sie hier: Stromnutzung_Maßnahmen_BUND.

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Ganz konkret …

… haben wir hier im Büro die genutzen Geräte gemeinsam in Augenschein genommen. Ist tatsächlich eins darunter, das dringend ausgetauscht werden sollte, um wirksam Strom zu sparen? Gibt es ein Rechenmodell, das die Abwägung zwischen Weiternutzung und Neuerwerb erleichtert? Und wenn ich mich schließlich zum Neukauf entschließe – wo gibt es Empfehlungen zu den umweltfreundlichsten Bürogeräten?

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Handlungsgrundsätze Stromnutzung

Bereits im Themenbereich Strombezug haben wir auf die Faustformel für zukunftsfähiges Handeln hingewiesen. Was also für den Strombezug gilt, gilt auch für dessen Nutzung.
• Der beste Strom ist derjenige, der gar nicht erst gebraucht wird!
• „Stromfresser“ müssen gestoppt und Strom mit maximaler Effizienz genutzt werden!
• Der restliche Strom wird mit Hilfe (vorrangig dezentraler) erneuerbarer Energien (aus regionaler Herkunft) gedeckt!
Auch wenn im Büro der Veolia Stiftung nur die „klassischen“ Geräte vorhanden sind und die Stiftung laut eigener Aussage immer alles brav ausschaltet, so bestimmen
• die Auswahl, Ausstattung, Nutzung und Anordnung der Geräte,
• das individuelle Nutzer- bzw. Gebrauchsverhalten und
• die intelligente Steuerung bzw. Überwachung der Stromnutzung
den Verbrauch!
Das gesamte deutsche Endenergieeffizienzpotential schätzt der BUND auf mindestens 10 bis 20 Prozent. Ein Beispiel: Würden alle derzeit in deutschen Haushalten genutzten 18 Mio. konventionellen Anrufbeantworter durch virtuelle Anrufbeantworter ersetzt werden, könnten allein 600.000 Tonnen CO2 eingespart werden!
Die wichtigsten Fragen, die sich bei der Stromnutzung jeder Verbraucher stellen sollte sind:
• Tut es das alte Gerät noch bzw. wie hoch sind etwaige Einsparpotentiale durch die Anschaffung eines neuen Geräts?
• Kann das alte Gerät auf den neusten Stand der Technik gebracht werden?
• Wird und wofür wird das Gerät überhaupt benötigt?
• Wie oft wird es (von wem) genutzt (Auslastung)?
• Wie kann unnötiger Betrieb vermieden werden (z.B. Stand-by)?
Scheint eine Neu-Anschaffung unvermeidlich, sollten folgende Hinweise beachtet werden:
• Auf Geräte mit geringem Verbrauch achten (Effizienzlabels)
• Geräte nur nach Bedarf ausstatten
• Produktbewertungen über den gesamten Lebenszyklus zu Hilfe nehmen
• Umwelt- und gesundheitsschädliche Materialien vermeiden
Stromnutzung vermeiden – Stromverbrauch reduzieren – Strombezug regenerativ gestalten!

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Strom sparen, geht das überhaupt?

Theoretisch ist alles ganz einfach: Effiziente Geräte einsetzen, Steckerleisten benutzen und in Pausen immer möglichst alles ausschalten. So lauten die Stromspartipps seit vielen Jahren. Und die Realität: Der Stromverbrauch in Deutschland steigt jedes Jahr unvermindert an. Und das, obwohl schon vor 20 Jahren angenommen wurde, durch Energie sparende Geräte wird automatisch Strom eingespart, da sie ja Schritt für Schritt die alten Stromfresser ersetzen. Leider ist von Einsparung nicht viel zu merken. Offenbar sind wichtige Effekte nicht berücksichtigt worden. Und so wandert häufig der alte Kühlschrank in den Keller anstatt in die fachgerechte Entsorgung. Energiesparlampen ersetzen nicht einfach die alten Glühlampen, sondern die Ansprüche an die Beleuchtung werden größer und vor allem Effektbeleuchtung wie Spots und Strahler nehmen zu. Moderne Fernseher arbeiten zwar effizienter, sind aber heute doppelt oder dreifach so groß wie früher. Außerdem gibt es zahlreiche neue Geräte: Handys und Smartphones, MP3-Player, Digital-Receiver, Notebooks und so quellen Firmen und Haushalte vor Steckernetzteilen über. Heute steht nicht in jedem Haushalt ein Computer, sondern fast schon in jedem Zimmer, und das Internet benötigt quasi „unsichtbar“ ständig Strom. Der sogenannte Rebound-Effekt holt uns also immer wieder ein. Noch ein Beispiel: Eigentlich sollten die neuen Pedelecs, also Elektro-Fahrräder, Autofahrten einsparen. Tatsächlich werden sie in großem Maße touristisch eingesetzt und erlauben auch konditionsarmen Menschen eine Fahrradtour in die Berge zu machen.
Lässt sich an diesem Trend etwas ändern? Die Erfolge sind unbestritten: Die Begrenzung von Stand-by-Verbräuchen durch die EU ist durchgesetzt, moderne Haushaltsgeräte arbeiten an der Grenze des physikalisch Möglichen. Glühbirnen verschwinden in den nächsten Jahren aus den Läden. Die Einsparung im Strombereich wird trotzdem relativ gering ausfallen, dafür werden auch neue Verbraucher sorgen sie zum Beispiel Elektroautos, die aber dann kein Benzin verbrauchen. Ein Lichtblick ist die CO2-ärmere Produktion unseres Stroms, vor allem die weitgehende Erzeugung durch erneuerbare Energien wie Sonne, Wind und Wasser. Hier ist Deutschland in den letzten Jahren sehr erfolgreich gewesen und dies ist langfristig der Weg in eine CO2-arme Gesellschaft. Dennoch heißt es: Strom sparsam verwenden. Sonst wären die Zuwächse noch größer als bisher.

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Strom sparen – aber wie?

Das Büro der Veolia Stiftung ist mit den “klassischen” technischen Geräten ausgestattet:

- ein Laptop plus Bildschirm (Stromverbrauch am Gerät nicht ersichtlich)
- eine Schreibtischlampe (2 Stufen: 30 und 60 Watt)
- vier Neon-Deckenleuchten (Verbrauch nicht ersichtlich)
- ein Telefon.

Darüber hinaus nutzt die Stiftung verschiedene Geräte des Büros von Veolia Wasser mit:

- einen Drucker-Kopierer
- einen Kühlschrank
- eine Kaffeemaschine
- einen Wasserspender (Leitungswasser plus Kühlung und Sprudel).

PC und Leuchten im Büro schalten wir selbstverständlich nach Arbeitsschluss oder auch bei längerer Abwesenheit während der Arbeitszeit vollständig aus. Die gemeinschaftlich genutzten Geräte werden ebenfalls nach Feierabend ausgeschaltet.
Ich bin wirklich sehr gespannt, wo hier die Einspar- bzw. Effizienzpotenziale stecken!

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Stromverbrauch der Veolia Stiftung

Der Stromverbrauch der Veolia Wasser am Standort Berlin betrug im Abrechnungsjahr 2009 etwa 27.500 Kilowattstunden. Daraus ergibt sich eine Kennzahl von 21 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr, ein durchaus guter Wert, der etwas unter dem Durchschnitt für vergleichbare Bürogebäude liegt. Für die Veolia Stiftung bedeutet dies knapp 500 Kilowattstunden Stromverbrauch oder eine Drittel Tonne CO2-Emissionen.
Wie auch bei der Wärme ist dies absolut gesehen vergleichsweise wenig und entspricht noch nicht einmal dem Stromverbrauch eines 1-Personen-Haushaltes. Aber die abzuleitenden Vorschläge sollen ja nicht nur bei der Veolia Stiftung umgesetzt werden, sondern bieten Anregung für viele ähnliche Institutionen.

Die Berechnung der Einsparungen durch Ökostrombezug ist nicht trivial. Hier gibt es verschiedene Sichtweisen. Rechnet man klassisch mit den Emissionsfaktoren für erneuerbare Energien, ergibt sich eine Reduktion der CO2-Emissionen von 300 auf 20 Kilogramm. Dies ist aber nur richtig, wenn nicht gleichzeitig sehr viele Verbraucher auf Ökostrom umsteigen. Trotzdem ist es wichtig, auf Ökostrom umzustellen, um den Ausbau erneuerbarer Energien in möglichst großem Tempo voranzutreiben und die politische Verankerung beizubehalten.

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Mehrkosten und Investitionen …

Die Recherchen zum Wechsel des Stromanbieters sind im Gange. Dabei reicht die Spanne der Angebote von jährlich 300 bis 1000 Euro Mehrkosten für das ganze Büro. Doch natürlich ist nicht allein der Preis ausschlaggebend. Sinnvoll ist es aus unserer Sicht, einen Qualitätsanbieter auszuwählen, bei dem man mit dem Strompreis zugleich ein Beitrag zum Bau erneuerbarer Erzeugungsanlagen leistet.

Finanzielle Mittel der gemeinnützigen Veolia Stiftung direkt in eine eigene Stromerzeugungsanlage zu investieren, ist nicht denkbar. Denn diese Mittel dürfen ausschließlich für die vereinbarten satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Prüfen könnte man die Anlage eines Teils des Stiftungsvermögens in einen Fond, der in erneuerbare Energien investiert.

Ich bin gespannt auf die nächsten Schritte … 40 Prozent Energie-Einspar-Potenzial und 25 Prozent Energie-Effizienz-Potenzial! Die wollen gehoben werden!

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Die nächsten Schritte …

Energieeinsparung und Energieeffizienz sind die beiden wichtigsten Handlungsempfehlungen. Aber wir empfehlen in diesem Fall dringend, darüber hinaus zu gehen!
Das Berliner Büro der Veolia Wasser verbrauchte im Abrechnungszeitraum vom 13. November 2008 bis 11. November 2009 insgesamt 27.486 Kilowattstunden (kWh) Strom. Daran war die Stiftung mit 468 kWh beteiligt. Lieferant war und ist Vattenfall. Vattenfall erzeugt seinen Strom überwiegend in Atom- und Kohlekraftwerken. Letztere gehören europaweit mit zu den klimaschädlichsten überhaupt.
Der BUND empfiehlt der Veolia Stiftung und dem Berliner Büro der Veolia Wasser daher folgende Schritte:
• sofortiger Umstieg auf Ökostrom
• zusätzlich: Beteiligung am Bau einer Photovoltaik-Anlage
• zusätzlich: Errichtung eigener erneuerbarer Erzeugungsanlagen

Zunächst sollte umgehend der Stromanbieter gewechselt werden. Generell setzt dies einen eigenen Stromliefervertrag voraus, den die Stiftung als Untermieter der Veolia Wasser aber nicht hat. Daher kann der Versorger nur gewechselt werden, wenn Veolia Wasser wechselt. Ein anderer Weg wäre, einen eigenen Zähler installieren zu lassen und selbst einen Stromvertrag als Stiftung abzuschließen.

Aufgrund des relativ geringen Bedarfs der Stiftung bzw. der Veolia Wasser, des einzuschätzenden Energieeinsparpotentials von ca. 40 Prozent und eines Energieeffizienzpotentials von ca. 25 Prozent sollte zusätzlich über eine Beteiligung an erneuerbaren Erzeugungsanlagen nachgedacht sowie der Bau eigener Erzeugungsanlagen geprüft werden. Wenn eine dezentrale Anlage aus eigentumsrechtlicher Sicht auf dem Dach des Bürositzes nicht realisierbar ist, sollte ein anderer naher Standort gewählt werden. Aufgrund der staatlich garantierten Einspeisevergütung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) stellt sich der Bau mittelfristig bereits als wirtschaftlich dar.

Da Biomasse in Berlin bzw. Brandenburg nur begrenzt zur Verfügung steht und Wasserkraft zum Teil erheblich in den Naturraum eingreift, empfiehlt der BUND der Veolia Stiftung den Bau bzw. die Beteiligung an einer Photovoltaikanlage oder einer Windkraftanlage im Stadtgebiet. Bereits ab einer Größe von 40 (ca. 350 m²) Kilowatt könnte eine PV-Anlage den Jahresbedarf nicht nur der Stiftung, sondern auch des Büros der Veolia Wasser in Berlin decken.

Gern ist der BUND bei der Realisierung (Finden einer geeigneten Dachfläche, Einholen von Angeboten, Begleitung der Umsetzung etc.) einer Anlage behilflich! Geeignete Anbieter, die den genannten Kriterien entsprechen, finden sich unter www.gruenerstromlabel.de

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