Beschaffung und Konsum – die versteckten CO2-Emissionen
Der direkte Energieverbrauch für Wärme und Strom lässt sich noch relativ leicht bestimmen, wie in den vorangegangenen Monaten zu sehen war.
In der Beschaffung von Gütern sind die CO2-Emissionen allerdings versteckt, da sie als indirekter Energieverbrauch für die Produktion und den Transport anfallen. Dieser Bereich wird gerne unterschätzt, was auch daran liegt, dass methodische Probleme bei der doch sehr komplexen Bilanzierung auftreten.
Private Haushalte konsumieren jährlich Produkte, die für die Erzeugung von etwa 2,5 Tonnen CO2 verantwortlich sind. Dies ist ein relativ großer Anteil der durchschnittlich 11 Tonnen pro Bundesbürger, der nur innerhalb enger Grenzen beeinflussbar ist. Kann man durch Wärme und Strom aus erneuerbaren Energieträgern seine CO2-Emissionen stark reduzieren, ist dies bei der Beschaffung von Produkten komplizierter. Es fallen nämlich auch CO2-Emissionen für Dienstleistungen und Produkte aus dem Bildungssektor, der gemeinsam genutzten Infrastruktur oder der Abfallentsorgung an, die der Einzelne nicht beeinflussen kann. Dies ist schon über 1 Tonne pro Bürger.
Die Beschaffungspolitik der Veolia Stiftung ist im Vergleich zum Konsum in Privathaushalten noch relativ überschaubar. Im Wesentlichen muss man sich die Anschaffungen von Büromöbeln und Büromaterialien sowie die Anschaffung von technischen Geräten anschauen. Gezielte Beispiele untersucht der nächste Beitrag.


