Klimablog

Tag: Einsparung

Ganz konkret – Strom sparen!

Bei den meisten Bürogeräten lohnt sich ein sofortiger Austausch nur wegen eines geringeren Stromverbrauchs nicht, schließlich muss auch die Energie für die Herstellung eines Geräte berücksichtigt werden.
Im Falle der Veolia Stiftung sollte allerdings als erstes die Beleuchtung untersucht und ersetzt werden. Die Halogen-Schreibtischlampe sollte durch eine mit Kompaktleuchtstofflampe oder LED ersetzt werden. Das reduziert die Leistung von 25 bis 50 Watt auf 5 bis 15 Watt.
In den Deckenleuchten sollten die alten Leuchtstoffröhren durch moderne T5-Leuchtstofflampen ersetzt werden. Dazu wird in ein Adapter benötigt, deshalb sind hier Fachleute nötig. Eine Stromeinsparung von 20 bis 40 Prozent ist hier möglich. Ist sowieso eine Erneuerung geplant, sollte gleich die ganze Leuchte ausgetauscht werden. In Verbindung mit Lichtsteuerung und Bewegungsmelder sind Stromeinsparungen bis zu 80 Prozent möglich.
Weitere Entscheidungshilfen im Strombereich finden sich unter www.ecotopten.de und www.office-topten.de

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Maßnahmen Stromnutzung

Betrachten wir nur das Büro selbst, so sind die verwendeten technischen Geräte (Beleuchtung, Bürogeräte, Küchengeräte usw.) entscheidend für den Stromverbrauch. Unsere Empfehlung zum Handeln konzentriert sich insbesondere auf die drei Bereiche

• Optimierung der Nutzungsorganisation,

• Optimierung der Technik und

• Optimierung des Nutzerverhaltens.

Von besonderer Relevanz sind

• ein Energiemanagement,

• die Beleuchtung und

• Bürogeräte und Green IT sowie

• Küchengeräte.

Die wichtigsten Möglichkeiten zur Energieeinsparungen im Bürogerätepool sind:

• Machen Sie eine Energiesparberatung

• Richten Sie ein Energiesparkonto ein

• Nutzen Sie gemeinschaftlich bestimmte Geräte wie Drucker, Faxgeräte, Anrufbeantworter, Thin Clients und Küchengeräte

• Passen Sie bestimmte (Rechner-)Leistungen und Geräte dem tatsächlichen Bedarf an

• Binden Sie den Gerätepool in das Gesamtsystem Gebäude (Abwärme- und Kaltluftnutzung) ein

• Nutzen Sie das Power- und Energiesparmanagement von PC, Monitor und Drucker

• Nutzen Sie Software-Tools zur optimalen Nutzung des Betriebssystems (Standby bzw. automatischer Ruhemodus nach 15 Min., „Sleep-Modus“)

• Verzichten Sie auf den PC-Bildschirmschoner

• Sparen Sie beim Dokumentendruck, drucken Sie auf Altpapier, beid- und doppelseitig

• Richten Sie einen PC-Fax-Empfang ein

• Entfernen sie Ladegeräte nach der Nutzung vom Stromnetz

• Entnehmen Sie bei PC-Nutzung am Netz den Akku

• Nehmen Sie Modem oder Router nach der Nutzung vom Netz

• Trennen Sie nach Nutzung die Geräte vollständige vom Netz (z.B. durch Steckerleisten)

Allgemeine und weiterführende Informationen zum Strom sparen finden Sie auch hier.
Eine Langfassung der Maßnahmen Stromnutzung finden Sie hier: Stromnutzung_Maßnahmen_BUND.

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Strom sparen, geht das überhaupt?

Theoretisch ist alles ganz einfach: Effiziente Geräte einsetzen, Steckerleisten benutzen und in Pausen immer möglichst alles ausschalten. So lauten die Stromspartipps seit vielen Jahren. Und die Realität: Der Stromverbrauch in Deutschland steigt jedes Jahr unvermindert an. Und das, obwohl schon vor 20 Jahren angenommen wurde, durch Energie sparende Geräte wird automatisch Strom eingespart, da sie ja Schritt für Schritt die alten Stromfresser ersetzen. Leider ist von Einsparung nicht viel zu merken. Offenbar sind wichtige Effekte nicht berücksichtigt worden. Und so wandert häufig der alte Kühlschrank in den Keller anstatt in die fachgerechte Entsorgung. Energiesparlampen ersetzen nicht einfach die alten Glühlampen, sondern die Ansprüche an die Beleuchtung werden größer und vor allem Effektbeleuchtung wie Spots und Strahler nehmen zu. Moderne Fernseher arbeiten zwar effizienter, sind aber heute doppelt oder dreifach so groß wie früher. Außerdem gibt es zahlreiche neue Geräte: Handys und Smartphones, MP3-Player, Digital-Receiver, Notebooks und so quellen Firmen und Haushalte vor Steckernetzteilen über. Heute steht nicht in jedem Haushalt ein Computer, sondern fast schon in jedem Zimmer, und das Internet benötigt quasi „unsichtbar“ ständig Strom. Der sogenannte Rebound-Effekt holt uns also immer wieder ein. Noch ein Beispiel: Eigentlich sollten die neuen Pedelecs, also Elektro-Fahrräder, Autofahrten einsparen. Tatsächlich werden sie in großem Maße touristisch eingesetzt und erlauben auch konditionsarmen Menschen eine Fahrradtour in die Berge zu machen.
Lässt sich an diesem Trend etwas ändern? Die Erfolge sind unbestritten: Die Begrenzung von Stand-by-Verbräuchen durch die EU ist durchgesetzt, moderne Haushaltsgeräte arbeiten an der Grenze des physikalisch Möglichen. Glühbirnen verschwinden in den nächsten Jahren aus den Läden. Die Einsparung im Strombereich wird trotzdem relativ gering ausfallen, dafür werden auch neue Verbraucher sorgen sie zum Beispiel Elektroautos, die aber dann kein Benzin verbrauchen. Ein Lichtblick ist die CO2-ärmere Produktion unseres Stroms, vor allem die weitgehende Erzeugung durch erneuerbare Energien wie Sonne, Wind und Wasser. Hier ist Deutschland in den letzten Jahren sehr erfolgreich gewesen und dies ist langfristig der Weg in eine CO2-arme Gesellschaft. Dennoch heißt es: Strom sparsam verwenden. Sonst wären die Zuwächse noch größer als bisher.

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Die nächsten Schritte …

Energieeinsparung und Energieeffizienz sind die beiden wichtigsten Handlungsempfehlungen. Aber wir empfehlen in diesem Fall dringend, darüber hinaus zu gehen!
Das Berliner Büro der Veolia Wasser verbrauchte im Abrechnungszeitraum vom 13. November 2008 bis 11. November 2009 insgesamt 27.486 Kilowattstunden (kWh) Strom. Daran war die Stiftung mit 468 kWh beteiligt. Lieferant war und ist Vattenfall. Vattenfall erzeugt seinen Strom überwiegend in Atom- und Kohlekraftwerken. Letztere gehören europaweit mit zu den klimaschädlichsten überhaupt.
Der BUND empfiehlt der Veolia Stiftung und dem Berliner Büro der Veolia Wasser daher folgende Schritte:
• sofortiger Umstieg auf Ökostrom
• zusätzlich: Beteiligung am Bau einer Photovoltaik-Anlage
• zusätzlich: Errichtung eigener erneuerbarer Erzeugungsanlagen

Zunächst sollte umgehend der Stromanbieter gewechselt werden. Generell setzt dies einen eigenen Stromliefervertrag voraus, den die Stiftung als Untermieter der Veolia Wasser aber nicht hat. Daher kann der Versorger nur gewechselt werden, wenn Veolia Wasser wechselt. Ein anderer Weg wäre, einen eigenen Zähler installieren zu lassen und selbst einen Stromvertrag als Stiftung abzuschließen.

Aufgrund des relativ geringen Bedarfs der Stiftung bzw. der Veolia Wasser, des einzuschätzenden Energieeinsparpotentials von ca. 40 Prozent und eines Energieeffizienzpotentials von ca. 25 Prozent sollte zusätzlich über eine Beteiligung an erneuerbaren Erzeugungsanlagen nachgedacht sowie der Bau eigener Erzeugungsanlagen geprüft werden. Wenn eine dezentrale Anlage aus eigentumsrechtlicher Sicht auf dem Dach des Bürositzes nicht realisierbar ist, sollte ein anderer naher Standort gewählt werden. Aufgrund der staatlich garantierten Einspeisevergütung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) stellt sich der Bau mittelfristig bereits als wirtschaftlich dar.

Da Biomasse in Berlin bzw. Brandenburg nur begrenzt zur Verfügung steht und Wasserkraft zum Teil erheblich in den Naturraum eingreift, empfiehlt der BUND der Veolia Stiftung den Bau bzw. die Beteiligung an einer Photovoltaikanlage oder einer Windkraftanlage im Stadtgebiet. Bereits ab einer Größe von 40 (ca. 350 m²) Kilowatt könnte eine PV-Anlage den Jahresbedarf nicht nur der Stiftung, sondern auch des Büros der Veolia Wasser in Berlin decken.

Gern ist der BUND bei der Realisierung (Finden einer geeigneten Dachfläche, Einholen von Angeboten, Begleitung der Umsetzung etc.) einer Anlage behilflich! Geeignete Anbieter, die den genannten Kriterien entsprechen, finden sich unter www.gruenerstromlabel.de

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