Die nächsten Schritte …
Energieeinsparung und Energieeffizienz sind die beiden wichtigsten Handlungsempfehlungen. Aber wir empfehlen in diesem Fall dringend, darüber hinaus zu gehen!
Das Berliner Büro der Veolia Wasser verbrauchte im Abrechnungszeitraum vom 13. November 2008 bis 11. November 2009 insgesamt 27.486 Kilowattstunden (kWh) Strom. Daran war die Stiftung mit 468 kWh beteiligt. Lieferant war und ist Vattenfall. Vattenfall erzeugt seinen Strom überwiegend in Atom- und Kohlekraftwerken. Letztere gehören europaweit mit zu den klimaschädlichsten überhaupt.
Der BUND empfiehlt der Veolia Stiftung und dem Berliner Büro der Veolia Wasser daher folgende Schritte:
• sofortiger Umstieg auf Ökostrom
• zusätzlich: Beteiligung am Bau einer Photovoltaik-Anlage
• zusätzlich: Errichtung eigener erneuerbarer Erzeugungsanlagen
Zunächst sollte umgehend der Stromanbieter gewechselt werden. Generell setzt dies einen eigenen Stromliefervertrag voraus, den die Stiftung als Untermieter der Veolia Wasser aber nicht hat. Daher kann der Versorger nur gewechselt werden, wenn Veolia Wasser wechselt. Ein anderer Weg wäre, einen eigenen Zähler installieren zu lassen und selbst einen Stromvertrag als Stiftung abzuschließen.
Aufgrund des relativ geringen Bedarfs der Stiftung bzw. der Veolia Wasser, des einzuschätzenden Energieeinsparpotentials von ca. 40 Prozent und eines Energieeffizienzpotentials von ca. 25 Prozent sollte zusätzlich über eine Beteiligung an erneuerbaren Erzeugungsanlagen nachgedacht sowie der Bau eigener Erzeugungsanlagen geprüft werden. Wenn eine dezentrale Anlage aus eigentumsrechtlicher Sicht auf dem Dach des Bürositzes nicht realisierbar ist, sollte ein anderer naher Standort gewählt werden. Aufgrund der staatlich garantierten Einspeisevergütung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) stellt sich der Bau mittelfristig bereits als wirtschaftlich dar.
Da Biomasse in Berlin bzw. Brandenburg nur begrenzt zur Verfügung steht und Wasserkraft zum Teil erheblich in den Naturraum eingreift, empfiehlt der BUND der Veolia Stiftung den Bau bzw. die Beteiligung an einer Photovoltaikanlage oder einer Windkraftanlage im Stadtgebiet. Bereits ab einer Größe von 40 (ca. 350 m²) Kilowatt könnte eine PV-Anlage den Jahresbedarf nicht nur der Stiftung, sondern auch des Büros der Veolia Wasser in Berlin decken.
Gern ist der BUND bei der Realisierung (Finden einer geeigneten Dachfläche, Einholen von Angeboten, Begleitung der Umsetzung etc.) einer Anlage behilflich! Geeignete Anbieter, die den genannten Kriterien entsprechen, finden sich unter www.gruenerstromlabel.de


