Klimablog

Tag: Papier

Abfall verwerten oder vermeiden?

Zunächst einmal: Das Thema Abfall ist wichtig und berührt jeden Einzelnen, da jeder täglich Abfälle in der Hand hat und entscheidet, was damit passiert. Wer kennt nicht die langen Diskussionen, ob ein bestimmter Gegenstand nun in die Biotonne, in den gelben Sack oder die Wertstofftonne gehört. Oder der Streit darüber, ob sich Trennen von Abfall überhaupt lohnt, weil angeblich doch alles wieder zusammengeworfen wird.

Verglichen mit anderen Umweltthemen bildet der Abfall aber nur einen Ausschnitt, und erfährt eigentlich eine Aufmerksamkeit, die man verstärkt auf die Einsparung von Energie, einer nachhaltigen Mobilität oder dem Verzicht auf überflüssige Konsumgüter umlenken sollte.

Ist man sich dieses Sachverhaltes bewusst, gibt es natürlich schon Antworten auf die oben gestellten Fragen. Abfall zu trennen und stofflich wiederzuverwerten ist ökologisch günstiger als zum Beispiel alles zusammen zu verbrennen. Im Rahmen seiner Möglichkeiten sollte also bereits dort, wo der Abfall anfällt, möglichst gut getrennt werden. In der Regel wird nicht wieder alles zusammengeworfen, auch wenn das immer wieder behauptet wird.

Dies ist zwar kein Trost für die Veolia Stiftung, da es im Hause keine getrennte Sammlung außer Papier und Glas gibt. Hier gilt es aber noch einmal nachzuforschen, wie die abgeholten Abfälle im Nachgang getrennt werden. Moderne Sortierverfahren trennen auch vermeintlichen Restmüll in viele verwertbare Fraktionen. Dies wollen wir für die Veolia Stiftung noch herausfinden. Im günstigsten Falle wäre eine weitere Trennung des Abfalls vor Ort gar nicht nötig, weil dieser nachträglich sortiert wird. In Kürze werden wir die Ergebnisse dieser Recherche hier bekannt geben.

Die wichtigste Botschaft wurde aber bereits in den vorausgegangenen Beiträgen gegeben. Abfall sollte möglich gar nicht erst entstehen! Dies gerät bei der Frage, wie und was sinnvoll getrennt und wiederverwendet werden soll, immer noch zu sehr aus dem Blick. Die Veolia Stiftung zeigt eigentlich schon sehr schön, wie Prioritäten gesetzt werden sollten. Natürlich kann man unendlich viel Zeit damit verbringen, die ökologisch beste Mineralwasserflasche zu identifizieren. Einfach Leitungswasser zu trinken, ob pur oder gesprudelt, ist die deutlich bessere Möglichkeit, Ressourcen zu schonen, Energie zu sparen und Müll zu vermeiden.

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Maßnahmen für ein nachhaltiges Ressourcen- und Abfallmanagement

Jeder Bürger, jedes Unternehmen und jedes Projekt kann durch sein Konsumverhalten dazu beitragen, dass weniger Umwelt verschmutzt und weniger Ressourcen verbraucht werden. Denn was nachgefragt wird, wird auch angeboten und weiterentwickelt. Der BUND hat dazu eine Reihe von Alltags relevanten Tipps zusammengetragen.

Besondere Verantwortung kommt aber der Wirtschaft und ihren Unternehmen zu. Nachhaltiger zu wirtschaften heißt noch nicht, auch wirklich nachhaltig zu sein! Was es aber heißt, Verantwortung zu übernehmen, haben wir in den Handlungsgrundsätzen näher definiert und unsere Forderungen an eine transparentere und an eine nachhaltige Wirtschaft formuliert . Reden Sie nicht darüber was Sie Gutes tun. Reden Sie über das, WAS Sie tun!

Im Weiteren finden Sie nun konkrete Maßnahmenempfehlungen für ein nachhaltiges Ressourcen- und Abfallmanagement:

1. Abfall gar nicht erst entstehen lassen und von Gegenständen, die später zu Abfall werden, absehen
a. Grundsätzliche Informationen finden sich hier.

2. Auf notwendige Nutzungsgegenstände beschränken und gemeinschaftlich nutzen
Allgemeine Ressourcen effiziente Dienstleistungen finden sich auf dieser Website sowie hier.

3. Auf Gebrauchsgegenstände mit geringem Material- und Ressourceneinsatz zurückgreifen
Noch steckt die Bilanzierung und Transparentmachung des Ressourceneinsatzes für Produkte in den Kinderschuhen. Jedes Produkt stellt zudem äußerst unterschiedliche Anforderungen. Herkunft, Material, An- bzw. Abbaubedingungen und Produktionsstandards, Energieverbrauch und Herkunft der Energie, Transportwe-ge und vieles mehr spielen eine Rolle bei der Bewertung. Informationen finden Sie an diesen Stellen: BUND-Ressourcenbericht ohne Maß und Ziel, Netzwerk Ressourceneffizienz sowie Umweltdaten.

Die im Rahmen dieses Projektes entwickelten Handlungsgrundsätze und Maßnahmenempfehlungen geben Anhaltspunkte für diverse Themenbereiche, wie der Material- und Ressourceneinsatz bewertet werden kann. So beispielsweise für Ernährungsprodukte und für das Themenfeld Beschaffung.

4. Umweltgerechte und erneuerbare Produkte verwenden
Einzelne Produktgruppen finden Sie unter auf der Website Ecodesign-Beispiele und Ecotopten.

5. Qualität (halt- und reparierbar) vor Quantität
Die Broschüre „Reparieren bringt´s“ bietet wichtige Hinweise, wie Neukauf reduziert und kostengünstig repariert werden kann. Weiterführende Infos hier.

6. Gegenstände wieder verwenden und nachnutzen
Viele Dinge sind zum Wegwerfen zu schade. Gerade in Büros werden Geräte und Möbel oft nach wenigen Gebrauchsjahren ausgewechselt und durch neue ersetzt. Spenden Sie die „alten“ Geräte, Möbel u. a. Dinge sozialen und karitativen Einrichtungen! Das spart Abfall ein, schont die Ressourcen, stellt einen Gewinn für die Begünstigten dar und kann darüber hinaus noch einen positiven Imageeffekt für Ihr Unternehmen/ Ihre Organisation haben.

7. Sinnvoll trennen, richtig entsorgen
Alle „Abfälle“ sollten auf ihre Verwertbarkeit hin geprüft und eine gewissenhafte Trennung derselben vorgenommen werden, um möglichst viele Wertstoffe in den Stoffkreislauf zurückführen zu können. Grundsätzliche Informationen finden sich hier.
- Beleuchtungsmittel
- Elektronische Geräte
- Batterien und andere umweltgefährdende Stoffe
- Büromöbel/- innenausstattung/ Sperrmüll
- Altpapier
- Verpackungen
- Glas
- Pflanzen und Blumen sowie Essensreste

Der Ratgeber Abfall der BSR liefert nicht nur viele Infos zu den einzelnen Abfallfraktionen sondern enthält auch ein „Abfall ABC“ mit über 500 Abfallarten und Hinweisen, wie diese zu entsorgen sind.

Detaillierte Vorschläge finden Sie in den ausführlichen Maßnahmeempfehlungen des BUND hier: Ressourcenmanagement_Maßnahmen_BUND

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Aus Abfall werden Ressourcen

Der Trend ist offensichtlich: Was bisher als Abfall galt, wird künftig als Ressource dienen. Ressourcenschutz beginnt aber schon früher – bei der Auswahl von Produkten sollte die Wiederverwertbarkeit eine wichtige Rolles spielen.

Brechen wir die große Weltpolitik auf die Realität einer kleinen Stiftung herunter: In unseren Büroräumen wird selbstverständlich Abfall getrennt gesammelt. Da gibt es je einen Behälter für Papier, Grünen Punkt und Restmüll. Allerdings gibt es ein Problem: Der Vermieter sammelt im Keller lediglich Glas und Papier getrennt. Restmüll und grüner Punkt landen letztlich in einer großen Müllpresse… Hier müssen wir als Mieter unsere “Verbrauchermacht” noch klarer zur Geltung bringen.

Bei der Beschaffung alltäglicher Kleinigkeiten gilt: Weniger ist mehr, recycelt oder recycelbar ist besser als Einweg-Produkt.

Welches sind die wichtigsten ressourcenrelevanten Produkte im Büroalltag, bei denen besonders auf deren nachhaltige Beschaffung und Verwertung geachtet werden sollte? Büromaterial? Lebensmittel?

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Die Stiftung als Veranstalter


Zwei Mal im Jahr organisiert die Veolia Stiftung sogenannte Projekt-Foren, bei denen wir neuen Förderprojekten ihre Schecks übergeben. Am 29. April 2010 sah das im MACHmit! Museum für Kinder in Berlin zum Beispiel so aus, wie auf dem obigen Foto. Wir haben meist rund 60 bis 80 Gäste. Nach der Scheckübergabe, bei der die Projektvertreter ihre Initiativen kurz vorstellen, gibt es einen kleinen Umtrunk und Gespräche.

Rund um solche und andere Veranstaltungen gibt es eine Reihe klimarelevanter Faktoren:

Nehmen die zum Beispiel die Einladungen. Zu unseren Projekt-Foren laden wir seit etwa einem Jahr auschließlich per Mail ein. Aber zu einer besonderen Veranstaltung wie dem 10-jährigen Stiftungsjubiläum Ende September gibt es dann doch eine gedruckte Einladung, natürlich auf Recyclingpapier. Auch der Versand der Einladungen ist klimarelevant: Seit dem Frühjahr 2010 versendet Veolia sämtliche Post mit GoGreen, kompenisert also die entstehenden Emissionen.

Wir organisieren die Veranstaltungen meist in den Räumen von Förderprojekten. Bei der Auswahl des Standorts achten wir auch darauf, dass er gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist.

Zur technischen Unterstützung brauchen wir bei den Projekt-Foren meist lediglich ein Mikro und im Winter natürlich Licht – der zusätzliche Stromverbrauch ist also überschaubar.

In den Diskussionen zu den Themen Beschaffung und Ernährung habe ich schon berichtet, dass wir gern auf regionale und saisonale Kost setzen. Allerdings ist diese gerade bei gemeinnützigen Partnern, die wir für Caterings anfragen, noch nicht so leicht zu finden.

Nun bin ich gespannt auf die Analyse der Experten …

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Maßnahmen Stromnutzung

Betrachten wir nur das Büro selbst, so sind die verwendeten technischen Geräte (Beleuchtung, Bürogeräte, Küchengeräte usw.) entscheidend für den Stromverbrauch. Unsere Empfehlung zum Handeln konzentriert sich insbesondere auf die drei Bereiche

• Optimierung der Nutzungsorganisation,

• Optimierung der Technik und

• Optimierung des Nutzerverhaltens.

Von besonderer Relevanz sind

• ein Energiemanagement,

• die Beleuchtung und

• Bürogeräte und Green IT sowie

• Küchengeräte.

Die wichtigsten Möglichkeiten zur Energieeinsparungen im Bürogerätepool sind:

• Machen Sie eine Energiesparberatung

• Richten Sie ein Energiesparkonto ein

• Nutzen Sie gemeinschaftlich bestimmte Geräte wie Drucker, Faxgeräte, Anrufbeantworter, Thin Clients und Küchengeräte

• Passen Sie bestimmte (Rechner-)Leistungen und Geräte dem tatsächlichen Bedarf an

• Binden Sie den Gerätepool in das Gesamtsystem Gebäude (Abwärme- und Kaltluftnutzung) ein

• Nutzen Sie das Power- und Energiesparmanagement von PC, Monitor und Drucker

• Nutzen Sie Software-Tools zur optimalen Nutzung des Betriebssystems (Standby bzw. automatischer Ruhemodus nach 15 Min., „Sleep-Modus“)

• Verzichten Sie auf den PC-Bildschirmschoner

• Sparen Sie beim Dokumentendruck, drucken Sie auf Altpapier, beid- und doppelseitig

• Richten Sie einen PC-Fax-Empfang ein

• Entfernen sie Ladegeräte nach der Nutzung vom Stromnetz

• Entnehmen Sie bei PC-Nutzung am Netz den Akku

• Nehmen Sie Modem oder Router nach der Nutzung vom Netz

• Trennen Sie nach Nutzung die Geräte vollständige vom Netz (z.B. durch Steckerleisten)

Allgemeine und weiterführende Informationen zum Strom sparen finden Sie auch hier.
Eine Langfassung der Maßnahmen Stromnutzung finden Sie hier: Stromnutzung_Maßnahmen_BUND.

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