Klimablog

Tag: Produkt

Maßnahmen für ein nachhaltiges Ressourcen- und Abfallmanagement

Jeder Bürger, jedes Unternehmen und jedes Projekt kann durch sein Konsumverhalten dazu beitragen, dass weniger Umwelt verschmutzt und weniger Ressourcen verbraucht werden. Denn was nachgefragt wird, wird auch angeboten und weiterentwickelt. Der BUND hat dazu eine Reihe von Alltags relevanten Tipps zusammengetragen.

Besondere Verantwortung kommt aber der Wirtschaft und ihren Unternehmen zu. Nachhaltiger zu wirtschaften heißt noch nicht, auch wirklich nachhaltig zu sein! Was es aber heißt, Verantwortung zu übernehmen, haben wir in den Handlungsgrundsätzen näher definiert und unsere Forderungen an eine transparentere und an eine nachhaltige Wirtschaft formuliert . Reden Sie nicht darüber was Sie Gutes tun. Reden Sie über das, WAS Sie tun!

Im Weiteren finden Sie nun konkrete Maßnahmenempfehlungen für ein nachhaltiges Ressourcen- und Abfallmanagement:

1. Abfall gar nicht erst entstehen lassen und von Gegenständen, die später zu Abfall werden, absehen
a. Grundsätzliche Informationen finden sich hier.

2. Auf notwendige Nutzungsgegenstände beschränken und gemeinschaftlich nutzen
Allgemeine Ressourcen effiziente Dienstleistungen finden sich auf dieser Website sowie hier.

3. Auf Gebrauchsgegenstände mit geringem Material- und Ressourceneinsatz zurückgreifen
Noch steckt die Bilanzierung und Transparentmachung des Ressourceneinsatzes für Produkte in den Kinderschuhen. Jedes Produkt stellt zudem äußerst unterschiedliche Anforderungen. Herkunft, Material, An- bzw. Abbaubedingungen und Produktionsstandards, Energieverbrauch und Herkunft der Energie, Transportwe-ge und vieles mehr spielen eine Rolle bei der Bewertung. Informationen finden Sie an diesen Stellen: BUND-Ressourcenbericht ohne Maß und Ziel, Netzwerk Ressourceneffizienz sowie Umweltdaten.

Die im Rahmen dieses Projektes entwickelten Handlungsgrundsätze und Maßnahmenempfehlungen geben Anhaltspunkte für diverse Themenbereiche, wie der Material- und Ressourceneinsatz bewertet werden kann. So beispielsweise für Ernährungsprodukte und für das Themenfeld Beschaffung.

4. Umweltgerechte und erneuerbare Produkte verwenden
Einzelne Produktgruppen finden Sie unter auf der Website Ecodesign-Beispiele und Ecotopten.

5. Qualität (halt- und reparierbar) vor Quantität
Die Broschüre „Reparieren bringt´s“ bietet wichtige Hinweise, wie Neukauf reduziert und kostengünstig repariert werden kann. Weiterführende Infos hier.

6. Gegenstände wieder verwenden und nachnutzen
Viele Dinge sind zum Wegwerfen zu schade. Gerade in Büros werden Geräte und Möbel oft nach wenigen Gebrauchsjahren ausgewechselt und durch neue ersetzt. Spenden Sie die „alten“ Geräte, Möbel u. a. Dinge sozialen und karitativen Einrichtungen! Das spart Abfall ein, schont die Ressourcen, stellt einen Gewinn für die Begünstigten dar und kann darüber hinaus noch einen positiven Imageeffekt für Ihr Unternehmen/ Ihre Organisation haben.

7. Sinnvoll trennen, richtig entsorgen
Alle „Abfälle“ sollten auf ihre Verwertbarkeit hin geprüft und eine gewissenhafte Trennung derselben vorgenommen werden, um möglichst viele Wertstoffe in den Stoffkreislauf zurückführen zu können. Grundsätzliche Informationen finden sich hier.
- Beleuchtungsmittel
- Elektronische Geräte
- Batterien und andere umweltgefährdende Stoffe
- Büromöbel/- innenausstattung/ Sperrmüll
- Altpapier
- Verpackungen
- Glas
- Pflanzen und Blumen sowie Essensreste

Der Ratgeber Abfall der BSR liefert nicht nur viele Infos zu den einzelnen Abfallfraktionen sondern enthält auch ein „Abfall ABC“ mit über 500 Abfallarten und Hinweisen, wie diese zu entsorgen sind.

Detaillierte Vorschläge finden Sie in den ausführlichen Maßnahmeempfehlungen des BUND hier: Ressourcenmanagement_Maßnahmen_BUND

Gespeichert unter: Ressourcenmanagement |

Hat die Ernährung großen Einfluss auf das Klima? Oh ja!

Der Durchschnittsdeutsche produziert nach dem inhaltlich vom IFEU entwickelten Online-CO2-Rechner „uba.klima-aktiv.de“ (Quelle: Umweltbundesamt) für seine Ernährung 1,55 t CO2 pro Jahr. Geschlecht, Alter, Gewicht, Arbeits- und Sporttätigkeiten gehen genauso in die Bilanz ein, wie Ernährungsform, Kauf von saisonalen, regionalen, ökologischen und tiefgekühlten Produkten.

Inwieweit die Ernährungsgewohnheiten die eigene CO2-Bilanz beeinflussen, soll an zwei Extrembeispielen gezeigt werden: Mann A und Mann B sind 18-29 Jahre alt, wiegen 70 kg, machen etwas Sport und kommen einer bewegungsarmen Tätigkeit nach. Mann A ernährt sich vor allem vegetarisch, kauft ausschließlich regionale und saisonale Ökoprodukte und verzichtet auf Tiefkühlware. Mann B ernährt sich fleischbetont, nimmt keine Rücksicht auf Saison-, Region- oder Bioprodukte und kauft ausschließlich Tiefkühlerzeugnisse. Während Mann A 1,15 t CO2 ausstößt, verbraucht Mann B 2,51 t CO2 jährlich und damit mehr als doppelt so viel wie Mann A.

Folglich gilt: Achtet man auf das Angebot innerhalb einer Saison, schafft man es gleichzeitig, frische Bioprodukte von regionalen Bauern (z.B. Wochenmarkt) zu erwerben, und erzielt man eine fleischreduzierte Ernährung, ist es möglich seinen CO2-Ausstoß zu verringern.

Doch auch eine sehr CO2-bewusste Ernährung ändert an der persönlichen Gesamtbilanz wenig, wenn weiterhin mit dem Auto zum Super- oder Wochenmarkt gefahren wird. Es zählt vor allem das Verhalten und die Einstellung zum Energiesparen insgesamt. Energiebewusstes Kochen, effiziente Haushaltsgeräte oder die Entscheidung, mit dem Fahrrad zum Bäcker zu fahren, sind notwendig und helfen zusätzlich die eigene CO2-Bilanz zu verbessern.

Chantal Licht, Lothar Eisenmann

Gespeichert unter: Ernährung |

Empfehlungen rund um Ernährung

In den Handlungsgrundsätzen haben wir bereits die Grundregeln einer nachhaltigen und klimafreundlichen Ernährung definiert. Diese vereinbart eine Böden schonende Wirtschaftsweise mit Artenschutz auf dem Acker, eine artgerechte Tierhaltung, geschlossene Stoffkreisläufe, die Erzeugung hochwertiger Produkte, den Verzicht auf chemische Substanzen und Gentechnik, regionale Wertschöpfungsketten und faire Preise bei transparenten Erzeugungs- und Weiterverarbeitungsbedingungen.

Zur klimafreundlichen Ernährung gehört der Einkauf genauso wie die Ressourcen und Energie sparende Zubereitung. Nur wenn es gelingt, die Kriterien miteinander zu verknüpfen, kann die Bilanz letztlich positiv ausfallen. Daher gilt:

1. Bio vor konventionell
2. Regional vor national vor global
3. Saisonal (freier Himmel) vor Glashaus oder Folie
4. Biodivers vor homogen
5. Frisch vor fertig
6. Pflanzlich vor tierisch
7. Klimafreundlich einkaufen und kochen
8. Unverpackt vor Plastikwahn
• Wählen Sie Produkte der biologischen Anbauverbände, gern mit dem EU-Biosiegel
• Wählen Sie Produkte (und Handel), die saisonal zur Verfügung stehen und regional erzeugt wurden (saisonale und regionale Produkte anbieten)
• Kaufen Sie Arten- und Geschmacksvielfalt ein durch die Wahl alter Sorten
• Wählen Sie frische Produkte aus der Biokiste oder vom Markt
• Essen Sie überwiegend pflanzliche Kost und begrenzen Sie den Fleischkonsum
• Kaufen Sie zu Fuß oder mit dem Rad ein
• Kochen Sie Vitamin und Mineralstoff schonend und Energie sparend
• Vermeiden Sie unnötiges Verpackungsaufkommen durch die Wahl Ihrer Einkaufsstellen bzw. durch entsprechende Transportbehältnisse („Tupperware“) und lassen Sie Verpackungen im Geschäft

Zu jedem der genannten Punkte finden Sie hier: Ernährung_Maßnahmen_BUND.

Das Thema Catering folgt im Teil Veranstaltungen im September.

Gespeichert unter: Ernährung |