Klimablog

Tag: Strom

Mehrkosten und Investitionen …

Die Recherchen zum Wechsel des Stromanbieters sind im Gange. Dabei reicht die Spanne der Angebote von jährlich 300 bis 1000 Euro Mehrkosten für das ganze Büro. Doch natürlich ist nicht allein der Preis ausschlaggebend. Sinnvoll ist es aus unserer Sicht, einen Qualitätsanbieter auszuwählen, bei dem man mit dem Strompreis zugleich ein Beitrag zum Bau erneuerbarer Erzeugungsanlagen leistet.

Finanzielle Mittel der gemeinnützigen Veolia Stiftung direkt in eine eigene Stromerzeugungsanlage zu investieren, ist nicht denkbar. Denn diese Mittel dürfen ausschließlich für die vereinbarten satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Prüfen könnte man die Anlage eines Teils des Stiftungsvermögens in einen Fond, der in erneuerbare Energien investiert.

Ich bin gespannt auf die nächsten Schritte … 40 Prozent Energie-Einspar-Potenzial und 25 Prozent Energie-Effizienz-Potenzial! Die wollen gehoben werden!

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Die nächsten Schritte …

Energieeinsparung und Energieeffizienz sind die beiden wichtigsten Handlungsempfehlungen. Aber wir empfehlen in diesem Fall dringend, darüber hinaus zu gehen!
Das Berliner Büro der Veolia Wasser verbrauchte im Abrechnungszeitraum vom 13. November 2008 bis 11. November 2009 insgesamt 27.486 Kilowattstunden (kWh) Strom. Daran war die Stiftung mit 468 kWh beteiligt. Lieferant war und ist Vattenfall. Vattenfall erzeugt seinen Strom überwiegend in Atom- und Kohlekraftwerken. Letztere gehören europaweit mit zu den klimaschädlichsten überhaupt.
Der BUND empfiehlt der Veolia Stiftung und dem Berliner Büro der Veolia Wasser daher folgende Schritte:
• sofortiger Umstieg auf Ökostrom
• zusätzlich: Beteiligung am Bau einer Photovoltaik-Anlage
• zusätzlich: Errichtung eigener erneuerbarer Erzeugungsanlagen

Zunächst sollte umgehend der Stromanbieter gewechselt werden. Generell setzt dies einen eigenen Stromliefervertrag voraus, den die Stiftung als Untermieter der Veolia Wasser aber nicht hat. Daher kann der Versorger nur gewechselt werden, wenn Veolia Wasser wechselt. Ein anderer Weg wäre, einen eigenen Zähler installieren zu lassen und selbst einen Stromvertrag als Stiftung abzuschließen.

Aufgrund des relativ geringen Bedarfs der Stiftung bzw. der Veolia Wasser, des einzuschätzenden Energieeinsparpotentials von ca. 40 Prozent und eines Energieeffizienzpotentials von ca. 25 Prozent sollte zusätzlich über eine Beteiligung an erneuerbaren Erzeugungsanlagen nachgedacht sowie der Bau eigener Erzeugungsanlagen geprüft werden. Wenn eine dezentrale Anlage aus eigentumsrechtlicher Sicht auf dem Dach des Bürositzes nicht realisierbar ist, sollte ein anderer naher Standort gewählt werden. Aufgrund der staatlich garantierten Einspeisevergütung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) stellt sich der Bau mittelfristig bereits als wirtschaftlich dar.

Da Biomasse in Berlin bzw. Brandenburg nur begrenzt zur Verfügung steht und Wasserkraft zum Teil erheblich in den Naturraum eingreift, empfiehlt der BUND der Veolia Stiftung den Bau bzw. die Beteiligung an einer Photovoltaikanlage oder einer Windkraftanlage im Stadtgebiet. Bereits ab einer Größe von 40 (ca. 350 m²) Kilowatt könnte eine PV-Anlage den Jahresbedarf nicht nur der Stiftung, sondern auch des Büros der Veolia Wasser in Berlin decken.

Gern ist der BUND bei der Realisierung (Finden einer geeigneten Dachfläche, Einholen von Angeboten, Begleitung der Umsetzung etc.) einer Anlage behilflich! Geeignete Anbieter, die den genannten Kriterien entsprechen, finden sich unter www.gruenerstromlabel.de

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Ökostrom bestellen und dann zurücklehnen?

Kann man sich entspannt zurück lehnen, wenn man seinen Strom nicht mehr konventionell bezieht, sondern auf Ökostrom umsteigt? Leider nein, aber man muss es trotzdem tun.

Auf den ersten Blick scheint Ökostrom die Lösung aller CO2-Probleme zu bieten. Durch die Nutzung von Sonnenenergie in Form von Photovoltaik, Windenergie oder Wasserkraft und Biomasse anstelle der Verbrennung von Kohle, Erdgas oder Erdöl sind die mit der Stromerzeugung verbunden Emissionen natürlich deutlich geringer. Bin ich mit meinem Ökostrom-Bezug also nicht mehr verantwortlich für den Klimawandel? Kann ich sogar mehr Strom verbrauchen, da „meiner“ ja CO2-arm ist?

Wie bei der Frage der Klimaneutralität hilft hier die Gesamtbetrachtung weiter: Wenn morgen alle Deutschen Ökostrom beziehen würden, gäbe es dann keine CO2-Emissionen mehr? Natürlich gäbe es die weiterhin, so viel Ökostrom steht gar nicht zur Verfügung. Die Kapazitäten müssen in den nächsten 30 bis 50 Jahren zur vollständigen Versorgung erst aufgebaut werden.

Ist Ökostrom deshalb nutzlos? Nein, natürlich auch nicht. Es ist sogar ein wichtiges energiepolitisches Signal des Verbrauchers an den Gesetzgeber: Ja, wir möchten den erneuerbaren Anteil am Energiemix erhöhen. Dafür sorgt vor allem das Erneuerbare Energien Gesetz. Durch eine höhere Vergütung, die alle Stromverbraucher finanzieren, hilft es beim Ausbau der Stromproduktion durch Erneuerbare. Und dies mit großem Erfolg. So betrug im Jahr 2008 ihr Anteil an der Stromproduktion über 15 Prozent, im Vergleich mit unter 5 Prozent 10 Jahre vorher eine tolle Leistung. Dieses Tempo muss unbedingt beibehalten und wenn möglich noch gesteigert werden. Dass es dem Bürger ein Anliegen ist, kann er den Gesetzgeber wissen lassen: durch den Bezug von Ökostrom.

Welchen Stromlieferanten soll man nun wählen? Mit den durchaus komplizierten Details muss sich nicht jeder noch einmal intensiv beschäftigen. Die Verbraucherzentralen, die Umweltverbände oder Plattformen wie www.ecotopten.de bieten durchaus eine gute Übersicht. Und dann heißt es weiterhin: Wo kann ich sparen, wie kann ich effizienter nutzen?

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Handlungsgrundsätze Strombezug

Die jüngst von uns formulierte allgemeine Faustformel für zukunftsfähiges Handeln „Besser, anders, weniger“ gilt auch für den Bezug von Strom. Doch wer glaubt, dass es mit „Ökostrom“ allein getan ist, irrt! Denn jegliche Erzeugung von Strom, auch die von Ökostrom, verbraucht Ressourcen. Deshalb steht ganz oben auf der Agenda:

Bedarf senken und Strom sparen!
Bedarf und damit Strom effizienter nutzen!
Verbleibenden Bedarf mit erneuerbaren Ressourcen decken!

Dabei ist von besonderer Bedeutung, dass Stromprodukte einen zusätzlichen Umweltnutzen haben. Denn wirklich „besser“ und „anders“ ist auch Ökostrom nur dann, wenn er folgende Bedingungen erfüllt:
• Der Bezug oder Kauf von Ökostrom muss den Bau neuer Erzeugungsanlagen fördern!
• Der Bedarf an erneuerbaren Energien, der regional nicht erzeugt werden kann, muss über Ressourcen schonende Wege gedeckt werden.

Je kürzer die Stromversorgungswege vom Produzenten zum Verbraucher sind und je effektiver die Übertragungstechnik ist, desto geringer sind auch die Transport- und Umwandlungsverluste! Aber nicht immer ist der Bezug von regionalem und dezentralem Strom aus erneuerbaren Energien trotz kurzer Wege und effizienter Umwandlung die beste Lösung. Vielmehr hängt der ökologische Nutzen von der Verfügbarkeit der erneuerbaren Energie ab. So steht beispielsweise Biomasse regional nur im begrenzten Umfang zur Verfügung oder fehlt deren Entnahme im Stoffkreislauf der Natur vor Ort. Ein übermäßiger Anbau von schnell nachwachsenden Rohstoffen wiederum kann die Artenvielfalt beeinträchtigen. Die Nutzung aller erneuerbarer Energien ist daher nicht per se auch ökologisch sinnvoll!

Ziel des Ökostrombezugs ist es somit, bereits kurzfristig den Anteil der erneuerbaren Energien am Strommix insgesamt zu erhöhen! Dies geschieht nur, wenn der Bedarf sinkt, gleichzeitig der Anteil von erneuerbaren Erzeugungsanlagen aber ausgebaut wird. Zudem müssen fossile Erzeugungsanlagen reduziert werden. Jeder Cent, der für eine Kilowattstunde ausgegeben wird, sollte also mit einem gewissen Anteil in den Bau neuer Erzeugungsanlagen fließen! Je höher der Anteil ist, desto schneller erfolgt der Ausbau.

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Wir wollen wechseln!

Die Veolia Stiftung hat ihren Sitz in einem Raum des Hauptstadtbüros der Veolia Wasser im Geschäftshaus Lindencorso. Stromlieferant ist Vattenfall. Weil das Verstromen von Kohle oder Gas klimaschädlich ist, strebt die Veolia Stiftung den Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter an. Als Untermieter ohne eigenen Zähler ist das jedoch nicht möglich. Die Veolia Stiftung hat dieses Anliegen an ihren Vermieter herangetragen, der prüft den Wechsel zu einem anderen Anbieter. Muss ich eigentlich bei der Auswahl des Ökostrom-Anbieters etwas beachten? Ich kenne die EcoTopTen als Referenz.

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