Klimablog

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Klimabilanz der Geburtstagsveranstaltung

Die Veolia Stiftung hat ihre Feier zum 10. Stiftungsgeburtstag bewusst klimafreundlich gestaltet. Trotzdem verursachte die Veranstaltung rund 4900 Kilogramm Kohlendioxid. Hauptverursacher waren die Anreise sowie die Verpflegung der Gäste. Wir veröffentlichen an dieser Stelle den ausführlichen Veranstaltungsreport von Atmosfair: Veolia-Berechnung-14

Die Veolia Stiftung kompensiert die entstandenen Emissionen mit einem Betrag von 160 €. Damit unterstützt atmosfair Klimaschutzprojekte. Diese werden nach den im Kiotoprotokoll verankerten Regeln des Clean Development Mechanism (CDM) und zusätzlich dem „Gold-Standard“ der internationalen Umweltorganisationen
durchgeführt und von dafür zugelassenen Organisationen kontrolliert. Auf der Website von atmosfair sind die aktuellen Klimaschutzprojekte veröffentlicht.

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Die Geburtstagsfeier der Veolia Stiftung

Die Feier zum 10. Geburtstag der Veolia Stiftung fand am 29. September im Foyer der Berliner Wasserbetriebe (Neue Jüdenstraße) statt. Eine wunderbare Gelegenheit, die Grundsätze für umweltfreundliche Veranstaltungen umzusetzen. Was haben wir getan?

- Die Einladungen haben wir digital und per Post versandt. Wir haben den Eindruck – vielleicht zu Unrecht? – einige unserer Partner an die Online-Einladung heranführen zu müssen. Was uns wirklich fehlt ist ein Online-Tool zur Anmeldung für Veranstaltungen. Das wäre nicht nur umweltfreundlich. Es würde die Arbeit tatsächlich wesentlich erleichtern. Hat jemand eine Empfehlung?

- Wir haben einen Veranstaltungsort gewählt, der gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist. Darauf wurde auch auf der Einladung hingewiesen.

- Das Catering war fleischlos und basierte auf regionalen und saisonalen Produkten. Es wurde ausschließlich Mehrweggeschirr verwendet.

- Als give-away gab es ein Kräuterpflänzchen in einem wiederverwerteten Tetrapack – eine Idee von Nomadisch Grün, den Initiatoren der Prinzessinnengärten.

- Wir haben die Gäste darauf hingewiesen, dass wir die Veranstaltung klimafreundlich gestaltet haben. Wir baten sie, in eine Liste die Art ihrer Anreise und die dafür zurückgelegte Entfernung einzutragen.

- Statt der üblichen Plastiknamensschilder haben wir Klebeschilder aus Stoff benutzt. Der Nachteil: Sie sind recht klein und nicht so gut lesbar. Wer hat Erfahrungen mit anderen umweltfreundlichen Namensschildern?

- Auf der Grundlage der Checklisten von Climatepartner werten wir nun alle Koordinaten unserer Veranstaltung aus und planen die Kompensation der Emissionen. Darüber möchten wir unsere Gäste im Nachgang der Veranstaltung per Mail informieren.

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Veranstaltungen können sich sehr unterscheiden

Natürlich gibt es klimaneutrale Veranstaltungen. Die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland wurde bereits als klimaneutral deklariert. Aus den vorangegangenen Bereichen des Klimablogs konnten wir aber sehen, dass Klimaneutralität allein keine Lösung ist.

Zuerst muss also erst einmal die CO2-Emission einer Veranstaltung berechnet werden. Dazu betrachten wir zwei recht gegensätzliche Veranstaltungen. Zuerst soll ein Projekt-Treffen betrachtet werden, wie es die Veolia Stiftung veranstaltet. Ein solches regionales Treffen mit etwa 80 Gästen verursacht etwa vier Tonnen CO2-Emissionen. Entscheidend ist, dass die Gäste keine zu große Anreise haben (im Schnitt 200 Kilometer) und dass sie zu über der Hälfte mit der Bahn bzw. dem ÖPNV anreisen. Die CO2-Menge ist immerhin schon doppelt so hoch wie die Jahresemission für Wärme oder Mobilität der Stiftung.

Eine solches Projekttreffen kann aber auch anders aussehen: Eine zentrale Veranstaltung mit 160 Gästen in Berlin, zu der alle Projektbeteiligten eingeladen werden. Diese reisen auch zur Hälfte mit dem Flugzeug an, da sie aus ganz Deutschland kommen. Diese Veranstaltung verursacht CO2-Emissionen in Höhe von etwa 170 Tonnen, also etwa 40-mal so viel wie eine der beiden Regionalveranstaltungen.

Die Beispiele sollen zeigen, dass die Konzeption einer Veranstaltung einen erheblichen Einfluss auf die CO2-Emissionen hat. Tückisch dabei ist, dass die Verantwortlichkeiten unklar sind. Sind die Emissionen dem Veranstalter anzurechnen oder den Teilnehmern? Etwas einfach würde man es sich machen, wenn man nun jede Veranstaltung durch die Unterstützung klimafreundlicher Projekte kompensiert. Wie die Veolia Stiftung zeigt, lässt sich allein mit der Konzeption der Veranstaltung eine erhebliche Menge an CO2 vermeiden.

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Maßnahmenvorschläge für Veranstaltungen

Die klimafreundlichste Veranstaltung ist die, die gar nicht stattfindet. Grundsätzlich sollte bei der Planung von Veranstaltungen daher der Wert der Veranstaltung gegenüber dem Aufwand und dem entstehenden Ressourcenverbrauch und den Emissionen abgeschätzt werden.

Folgende Maßnahmen sollten beachtet werden:
• noch während der Planung klimafreundliche Kriterien und Nachhaltigkeitsstandards definieren
• Kriterien und Standards mit Lieferanten vertraglich vereinbaren
• Kriterien und Standards vor, während und nach der Veranstaltung kommunizieren
• zentral gelegenen, mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln erreichbaren und zertifizierten Veranstaltungsort wählen
• Energie effiziente Technik einsetzen und Ökostrom beziehen
• „grüne“ Konferenzmaterialien einsetzen
• Biologische Speisen und Getränke saisonal aus der Region
• Abfall vermeiden und reduzieren, nachwachsende Rohstoffe einsetzen
• Schonend mit Wasser umgehen
• Emissionen kompensieren

Die ausführlichen Maßnahmenvorschläge und Ausführungen finden Sie hier: Veranstaltungen_Maßnahmen_BUND.

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